nataschakoller.chimpify.site https://nataschakoller.chimpify.site/blog/ Wed, 20 May 2026 04:40:50 +0000 de-DE hourly 1 Falling In Love With You https://nataschakoller.chimpify.site/blog/falling-in-love-with-you/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/falling-in-love-with-you/#comments Thu, 06 Oct 2022 09:09:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/falling-in-love-with-you/ Weiterlesen

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Die Kunst zu lieben “Interview-Serie in ACTIVE BEAUTY" - die mehrteilige Interview-Serie über Paarbeziehungen im Magazin ACTIVE BEAUTY geht nach der Sommerpause wieder weiter.

Was hat die Liebe nicht schon alles bewegt in der Menschheitsgeschichte. Manchmal macht sie blind, mal geht sie durch den Magen, mal wird aus einem Höhenflug eine unsanfte Bruchlandung. Seit Jahrtausenden, besingen Menschen die Liebe und Leidenschaft, Hingabe, Enttäuschung und Reue kommen mit voller emotionaler Kraft zum Ausdruck. Romantische Lieder begleiten uns durch die schönen Zeiten mit unserem Partner oder unserer Partnerin, aber auch durch herausfordernde Stunden einer zerbrechlichen Beziehung. Auf jeden Fall ist die Kraft der Liebe die Hauptzutat der größten Popsongs
in der Musikgeschichte.

Von der Redaktion des Magazins Active Beauty wurde ich als Paarberaterin zum Thema Kraft der Liebe befragt. Meine Aufgabe lag darin, die einzelnen Refrains etwas nüchterner zu beleuchten. Mir hat dieses Interview viel Spaß bereitet und ich habe mir trotzdem die Zeit genommen, in jedem der nachstehenden Songs zu schwelgen. Ganz egal ob rauschhafter Höhenflug oder gebrochenes Herz, ich denke, alle von uns kennen diese ganz besonderen Momente und finden sich vielleicht in dem einen oder anderen Hit wieder.

Aber ganz egal wie schmerzhaft die Gefühle in der Liebe erfahren werden oder wie traumhaft schön die Glücksmomente sind, wir alle können nicht anders, als es zu wagen … falling in love with you.

Hier nun ein paar Gusto-Stücke aus dem Interview.

Elvis Presley: Can't Help Falling in Love

“I can’t help falling in love with you“ – ist Liebe wirklich ein Gefühl, gegen das wir völlig machtlos sind?

Die Liebe ist mehr eine Entscheidung als ein Gefühl. Aber das Gefühl in der ersten Verliebtheitsphase, wenn die Hormone einen Glücksrausch erzeugen, scheint tatsächlich oft übermächtig zu sein. Man idealisiert den oder die andere(n) gerne. In der reifen Liebe ist das anders, hier sind wir bereit, die Partnerin oder den Partner so zu sehen und anzunehmen, wie sie oder er wirklich ist.

Taylor Swift. Love Story

Romantische Filme, Lieder, Bücher prägen unsere Vorstellung davon, wie Liebe zu sein hat. Was ist das Problem mit Songzeilen wie dieser: “You'll be the prince and I'll be the princess. It's a love story, baby, just say, ‘Yes’”?

Das ist natürlich nur eine kurze Passage, aber dahinter könnte man vermuten, dass es sich eher um eine einseitige Sehnsucht handelt. Ich meine damit, dass Prinzessinnen und Prinzen eher geliebt werden möchten, als wirklich zu lieben. Dies ist natürlich ein verständlicher Wunsch und es kommt vor, dass Menschen für die Liebe so gut wie alles geben würden, oft sogar die eigene Würde. So ein Muster kommt häufig aus der Kindheit. Man will mit dem Partner total verschmelzen, sucht ein Übermaß an Nähe, Zweisamkeit und Innigkeit, was mit der Zeit auch ungesund werden kann. Man sucht dabei nach der perfekten Prinzessin oder dem perfekten Prinzen. Der wichtige Schritt wäre, sich im Laufe der Beziehung zu Königinnen und Königen zu entwickeln, die in sich ruhen und wissen, dass sie bereits gefunden haben, was sie immer gesucht haben. Sie kennen ihren eigenen Wert und wissen, dass sie sich selbst als den wichtigsten Menschen in ihrem Leben betrachten und Verantwortung für die jeweiligen eigenen Gefühle übernehmen.

Woher kommt die tiefe menschliche Sehnsucht nach einer vollkommenen Liebe und wie gehe ich damit um, dass es eine solche Liebe nicht gibt?

Sehnsüchte können Wegweiser sein und unser Bewusstsein für die wirklich wichtigen Dinge schärfen, also dafür, was uns lebendig hält. Sie sind Motor und Motivation, um alles daran zu setzen, das Ersehnte zu erreichen. Die Sehnsucht in uns offenbart uns ein tiefes Bedürfnis und gibt uns so die Chance, daraus konkrete Ziele abzuleiten. Und genau darin liegt die Crux, denn oft missverstehen wir unsere Sehnsüchte oder sind zu ungeduldig, sodass wir sehnsüchtig in einem Verlangen stecken bleiben. Wir sollten die Sehnsucht als etwas begreifen, wofür es sich zu arbeiten lohnt, sonst kann es passieren, dass wir in Träumen steckenbleiben, anstatt im realen Leben auf unsere Ziele zuzugehen.

Frank Sinatra: Love and Marriage

„Love and marriage, it’s an institute you can’t disparage“ – das ist ja mittlerweile überholt. Oder doch nicht?

Aus meiner Sicht ist das eine ganz individuelle Entscheidung des Paares, auch wenn die Ehe heute sicherlich einen anderen Stellenwert hat als früher. Die Bedeutung der Ehe hängt von den jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen ab und hat sich im Laufe der Geschichte oft verändert. Trotzdem ist die Ehe auch heute noch von Bedeutung. Sie ist beispielsweise gesetzlich geregelt, umfasst viele Rechte und Pflichten und kann nur richterlich geschieden werden. Das mag nüchtern oder gar berechnend wirken, aber es sind ganz einfach Sachlagen, die eine Eheschließung mit sich bringt. Dazu gibt es natürlich spirituelle Gründe, den Bund der Ehe, die Beziehung segnen zu lassen. Auch das bewusste, offizielle und öffentliche „Ja“ zur Partnerschaft für ein ganzes Leben hat Auswirkungen auf ein Paar.

Wenn man eine Partnerschaft nur als gegenseitige Bedürfnisbefriedigung sieht, wird sie irgendwann an Lebendigkeit und Sinn verlieren. Eine Ehe ist viel mehr als nur gegenseitige Bedürfnisbefriedigung. Ein wesentlicher Faktor ist natürlich ggf. die gemeinsamen Kinder und deren Bedürfnisse. Wenn wir den beiderseitigen Bedürfnissen nach Verbundenheit und Autonomie Raum geben und ein gemeinsames höheres Ziel der Partnerschaft finden, dann hat eine Beziehung auch Tiefgang und wir können die Fülle des Lebens gemeinsam erleben. Wer aber auf der Suche nach einer Beziehung ist, die nur Leichtigkeit bringt, wird am Ende enttäuscht sein, zumindest wenn man auf der Suche nach einer langfristigen Beziehung ist. Gerade Herausforderungen bzw. der Mix aus schönen gemeinsamen Erfahrungen und auch Herausforderungen, lässt erst tiefe Liebe richtig wachsen.

Paarbeziehungen sind offener geworden, trotzdem bleibt die Sehnsucht nach sexueller Exklusivität. Ist die Polyamorie die Beziehungsform der Zukunft oder nur ein (Medien-)Trend?

Wer denkt, dass man durch polyamouröse Beziehungsformen den Schwierigkeiten entrinnen kann, die monogame Beziehungen mit sich bringen, täuscht sich. Am Ende wollen alle Beziehungen gepflegt und gehegt werden. Die wichtigste Grundlage ist, dass alle Beteiligten von allen Beziehungen wissen und sich gemeinsam um Einvernehmlichkeit bemühen. Das kostet einiges an Zeit und Kraft für Gespräche und allfällige Konfliktlösungen. Mehrere Menschen zu lieben setzt voraus, dass das Gegenüber genauso dazu bereit ist und dass die Rahmenbedingungen klar abgesteckt sind. Am Ende des Tages muss es allen Beteiligten gut damit gehen, sonst kippt das Konzept. Der gesellschaftliche, kulturelle und familiäre Rahmen kann hier zum Hindernis werden. Besonders wenn Kinder involviert sind, braucht es eine klare Ordnung. Es kann im sozialen Umfeld mehr Probleme ergeben, wenn Menschen die traditionelle gesellschaftlich Ordnung auf den Kopf stellen. Auch in monogame Beziehungen lässt sich übrigens mehr Offenheit integrieren, ohne gleich polyamor zu sein. Entscheidend ist nur die Frage: Wie führen wir unsere Beziehung so, dass wir beide ein reiches und erfüllten Liebesleben genießen? Die passende Beziehungsform zu finden und dafür die Verantwortung zu übernehmen, ist die Aufgabe jedes einzelnen.

Fast zwei Drittel aller Österreicherinnen und Österreicher haben schon mal eine Fernbeziehung geführt. Füreinander da sein, ohne an einem Ort zu sein – kann das wirklich funktionieren?

Ich kenne Paare, die leben bereits viele Jahre in einer Fernbeziehung und es funktioniert sehr gut, auch wenn sie immer wieder gut darauf achten müssen, dass sie sich nach der Zeit der „räumlichen Trennung“ immer wieder gut finden. Es ist wichtig, genügend Zeit miteinander zu verbringen, Rituale zu schaffen und eine gemeinsame Vision zu haben, um Verbundenheit zu spüren.

Es gibt Menschen, die immer wieder auf ihr eigenes „Beuteschema“ hereinfallen und ein ums andere Mal unglückliche Beziehungen führen, z. B. mit Partnerinnen und Partnern, die sich nicht wirklich binden möchten. Gibt es eine Möglichkeit, aus diesem Muster auszubrechen?

Wenn wir immer wieder in ähnliche unglückliche Situationen kommen, dann sollten wir uns das genau anschauen und gegebenenfalls auch Hilfe in Anspruch nehmen. Wenn es beispielsweise im Außen danach aussieht, dass die oder der andere nicht verbindlich in der Beziehung ist, kann es dennoch sein, dass man selbst unbewusst Verbindlichkeit verhindert. Um wiederkehrendes Leid zu vermeiden, macht es Sinn, dahinterliegende Muster zu erkennen und zu brechen. Manchmal können schmerzvolle kindliche Verletzungen im Weg stehen und das Einlassen auf Liebe verhindern. Oder man ist sich nicht im Klaren darüber, was man in einer Partnerschaft erleben möchte. Jeder Mensch kann Fähigkeiten entwickeln, um die eignen Schwierigkeiten in Beziehungen zu verbessern, das kann durchaus ein spannender Weg sein.

The Beatles: All You Need Is Love

Was ist Ihre Erfahrung: Wann ist Liebe eben nicht genug?

Die Beatles haben schon recht, wenn man unter „love“ eine tiefergehende und stabile, reife Liebe versteht. Versteht man unter „love“ den ersten überschwänglichen Rausch der Verliebtheit, dann kann es natürlich sein, dass sich die Gefühle nach einer Zeit verflüchtigen und nicht viel davon übrigbleibt. Dann wäre „love“ natürlich nicht „all you need“.

Jason Mraz: I Won't Give Up

“I had to learn what I got, and what I’m not. And who I am“ - Funktioniert Liebe dann am besten, wenn man sich selbst sehr gut kennt?

Natürlich. Je besser man sich selbst, aber auch das Gegenüber kennt und respektiert und je besser man es schafft, den Spagat zwischen eigener Autonomie und Verbundenheit zur Partnerin oder zum Partner zu schaffen, desto besser funktioniert die Beziehung.

Clueso: Wenn Du Liebst

„Wenn du sie liebst, lass sie gehen“ – woran merke ich, dass meine Beziehung trotz großer Gefühle keine Chance mehr hat?

Beziehung ist immer etwas Freiwilliges. Wenn nur noch eine oder einer die Beziehung will, ist sie in Wirklichkeit bereits zu Ende. Das ist schmerzhaft, aber wenn jemand keine Gründe mehr hat, um in der Beziehung zu bleiben, dann muss man das akzeptieren. Erscheinen die Schwierigkeiten in der Beziehung groß, dann kann das Paar natürlich auch Hilfe in Anspruch nehmen. Dann gilt: „Ich liebe dich, ich würde gerne den Weg mit dir weitergehen und bin bereit, Hilfe in Anspruch zu nehmen und daran zu arbeiten. Kannst du dir das ebenfalls vorstellen?“ Wenn trotz aller Angebote nichts hilft, muss die Entscheidung des anderen akzeptiert werden.

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Interview Natascha Koller im "Magazin active beauty" 07/2021 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-natascha-koller-im-magazin-active-beauty-07-2021/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-natascha-koller-im-magazin-active-beauty-07-2021/#comments Wed, 14 Jul 2021 06:41:25 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-natascha-koller-im-magazin-active-beauty-07-2021/ Weiterlesen

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Interview in ACTIVE BEAUTY "Können wir reden?" https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-active-beauty/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-active-beauty/#comments Thu, 10 Jun 2021 11:43:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-active-beauty/ Weiterlesen

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Wer kennt die Redewendung „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ nicht? Allerdings kann man dieses alte Sprichwort nicht 1:1 auf eine liebevolle Partnerschaft anwenden. Denn eine offene und wertschätzende Kommunikation ist das A und O für ein vertrauensvolles Miteinander und dient dem Paar zur gegenseitigen Orientierung, damit sich beide gut verstanden fühlen. Natürlich gehören aber auch Zeiten des Schweigens und der Verschwiegenheit dazu. Hier gilt es dann einfach für das Paar, die richtige Balance zwischen Gesprächigkeit und Verschwiegenheit zu finden. Wenn du gerne mehr zum Thema „liebevolle Kommunikation in der Partnerschaft“ wissen möchtest, dann findest du nachstehend im Interview „active beauty Juni 2021“ weitere Informationen.

Viel Freude beim Lesen!78 Balance Coach 01


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Interview in ACTIVE BEAUTY "Sehen wir uns?" https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-balance-coach/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-balance-coach/#comments Fri, 14 May 2021 09:58:40 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-balance-coach/ Weiterlesen

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Im Mai 2021 ist mein Interview im Magazin Active Beauty erschienen. Darin spreche ich über Aufmerksamkeit in Beziehungen.
Viel Freude beim Lesen!

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Interview in ACTIVE BEAUTY "Trauen wir uns vertrauen?" https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-active-beauty-april-2021/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-active-beauty-april-2021/#comments Mon, 12 Apr 2021 13:25:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-active-beauty-april-2021/ Weiterlesen

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Das Magazin Active Beauty hat mich in einer Interview-Serie zum Thema Beziehungen befragt.

In der Folge vom April 2021 geht es um das Thema Vertrauen.

Nachzulesen auch online HIER.

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Wir haben alle Angst https://nataschakoller.chimpify.site/blog/wir-haben-alle-angst-2/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/wir-haben-alle-angst-2/#comments Wed, 17 Mar 2021 13:25:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/wir-haben-alle-angst-2/ Weiterlesen

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Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten dafür kämpfen, dass Sie es sagen dürfen. (Voltaire)

Dieses Zitat finde ich sehr treffend, was das derzeitige Weltgeschehen betrifft. Aus aktuellem Anlass habe ich mich entschieden, einen Blogbeitrag zu schreiben, um den vielen Eindrücken Ausdruck zu verleihen, die ich durch Klientengespräche, aber auch aus Gesprächen mit Freunden, Bekannten und der Familie und auch aufgrund eigener Erfahrungen in den letzten Monaten machen durfte. Ich setze mich für die Freiheit der Meinungsäußerung ein, um dieses hohe Gut zu bewahren.

Mut zur Emotionalität

Wir denken, dass wir einander zuhören und jedem seine eigene Meinung gestatten. Dass wir einfach sagen können, was wir meinen, ob dies anderen gefällt oder nicht. Bis vor kurzem hätten die meisten von uns hier wahrscheinlich kopfnickend zugestimmt. Aber ist das tatsächlich so? Gemeinsam mit der Informationsfreiheit bildet das Recht auf Meinungsäußerung einen wichtigen Aspekt einer lebendigen und funktionierenden demokratischen Gesellschaft, einer vielfältigen Kultur. Verfolgt man allerdings das politische Weltgeschehen und die gesellschaftliche Entwicklung seit dem letzten Jahr, entsteht schnell der Eindruck, dass freie Meinungsäußerung mehr ein Privileg ist, oder nur dann gilt, wenn es um nichts Wesentliches geht, als dass es ein unabdingbares Recht ist. Es sind Rechte, die nicht schon immer selbstverständlich waren, sondern von früheren Generationen erkämpft wurden, und zwar wieder und wieder, weil es viele leidvolle Anlässe und Gründe dazu gab. Seinen Unmut über Ungerechtigkeiten (und wenn auch nur aus der Sicht des Betroffenen) zum Ausdruck zu bringen, scheint nicht mehr selbstverständlich zu sein. Aber täglich über zu viel Bauchspeck, welcher nicht der trendigen Idealfigur entspricht, zu klagen, scheint uns hier jederzeit berechtigt. Wenn Menschen aber ihre Arbeit, ihre Existenz verlieren, Angst vor Armut haben, Angst haben, in Zukunft ihre Familie nicht mehr ernähren zu können, oder schlichtweg den eigenen wirtschaftlichen Standard nicht mehr halten zu können, den sie sich erarbeitet haben, wenn Kinder über ein Jahr ihre Lebendigkeit und den Impuls auf unbeschwerte Begegnung, Gemeinschaft, Bewegung und Spiel unterdrücken müssen, wenn Menschen Angst vor einer Impfung haben, weil diese erstmals in einer so kurzen Zeit zugelassen wurde und es natürlich auch Erfahrungen mit Impfschäden in der Vergangenheit gegeben hat, wenn Eltern, Mütter, besonders AlleinerzieherInnen sich überlastet fühlen und mit den vielen zusätzlichen Aufgaben über einen so langen Zeitraum einen extrem hohen Preis bezahlen, dann ist es aus meiner Sicht höchste Zeit diesen Weg zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen. All das sind nämlich durchaus reale Ängste und große Überforderungen, die viele von uns betreffen. Wenn es außer Bestrafung und täglichen Abwertungen keine wirkliche Perspektive mehr zu geben scheint, dann folgt ein Gefühl der Sinnlosigkeit, und dann liebe Leute, sind wir tatsächlich in einer destruktiven gesellschaftlichen Abwärtsspirale angelangt.

Lebendigkeit und Sinn erleben, der uns täglich trägt

Ich habe so viele Menschen in den letzten Monaten begleitet, die ihre Lebendigkeit und den Sinn der ihr Leben trägt, sukzessive immer mehr verloren haben. Und bei allem Respekt für die kreative Auseinandersetzung, um gute Lösungen zu finden – und glauben Sie mir, diese Menschen tun alle ihr Bestes – über einen langen Zeitraum schwindet der gute Glaube. Dann darf man sich auch als Einzelperson und als Gesellschaft, oder auch als Minderheit die Frage öffentlich stellen, ob der Weg den wir als Gesellschaft gehen, wirklich richtig ist. Auch wenn in jeder Krise eine Chance liegt, muss man bei Gott nicht jede Krise als Chance sehen und immer mit einem Neuanfang starten, denn viele Menschen sind schon täglich innovativ genug unterwegs und sind die MitgestalterInnen unserer Gegenwart. Aber Wirtschaftlichkeit braucht auch Berechenbarkeit, wenn man überhaupt wirtschaften oder arbeiten darf. Wer diese Zeit für sich gefunden hat und Neues daraus schöpfen kann, dem gratuliere ich von Herzen und das ist natürlich wunderbar. Allerdings sollten wir nicht von uns auf andere schließen, denn nicht jeder kann die Chance wirklich für sich nutzen. Es gibt sie – und wie werden in Zukunft noch mehr werden – die VerliererInnen dieser Zeit. Manchen ist schlichtweg die Kraft ausgegangen. Unter einigen verzweifelten Klienten von mir befinden sich auch viele junge Menschen, und sie alle haben ihre eigene Geschichte dazu. Diese Entwicklung macht mich mehr als besorgt. Natürlich haben wir Angst vor Krankheit und dem Sterben, Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren. All das sind reale Ängste, die zu uns gehören.

Warum werten wir Menschen ab, die eine andere Meinung als die Mehrheit haben? Wie können wir z. B. einfach davon ausgehen und es als selbstverständlich erachten, dass andere gerade ihren Beruf verlieren und diesen Verlust selbstverständlich zum Wohle der Gesellschaft einfordern? Und was ist zum Wohle aller, bitteschön? Aus meiner Sicht fehlt uns als Gesellschaft hier eine Ausgewogenheit und ein Verständnis füreinander und für die jeweiligen wesentlichen Grundbedürfnisse im Leben eines Menschen. Denn würden wir alle gleichermaßen über einen so langen Zeitraum verzichten müssen, auch finanziell – einschließlich unserer PolitikerInnen –, würden diese Maßnahmen mit ziemlicher Sicherheit schnell ein Ende finden. Die tatsächlichen Auswirkungen sind für uns noch nicht einmal sichtbar und schon gar nicht greifbar. Wir werden sie erst in naher Zukunft zu spüren bekommen. Aus meiner Sicht dürfen wir uns erlauben, diesem Weg kritisch gegenüber zu stehen. Wir sollten alles daransetzen, wieder ein Verständnis für einander zu entwickeln, damit wir als Gemeinschaft wachsen und aus der Krise gemeinsam geläutert und gestärkt herausgehen. Nur wenn wir die Krise erfolgreich als Gemeinschaft und Menschenfamilie bewältigen, ist sie wirklich eine Chance. Das ist für mich persönlich ein lohnenswertes Ziel.

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Aus meiner Sicht braucht es noch viel mehr mutige Menschen, die ihre Meinung nach außen tragen, kritisch sind und es auch einmal wagen, alleine mit einer Meinung dazustehen. Selbstverständlich wertschätzend! Wir hören, sehen, erleben Dinge, welche unsere Aufmerksamkeit wecken. Sie veranlassen uns, nachzudenken, zu grübeln oder sogar überzukochen. Sie spalten oder vereinen uns. Doch in einer Welt, die überfüllt ist mit Informationen und Reizen, fallen Menschen oft in eine Art Gleichgültigkeit. Warum ist das so? Weil wir so sehr an der Harmonie hängen? Weil wir lieber unseren Hang zur Bequemlichkeit kultivieren, als nachzudenken, als uns zu bewegen, uns zu informieren, kritisch zu hinterfragen und uns in andere hineinzuversetzen, die eine andere Lebenswirklichkeit haben? Weil wir nur froh sind, dass es uns selbst gut geht? Was tun, um die eigenen Gedanken zu schärfen und nicht in vermeintlicher Hilflosigkeit verloren zu gehen? Und was tun, wenn man plötzlich ganz alleine mit der eigenen Meinung dasteht und womöglich als Spinner in eine Schublade gesteckt wird? Nicht auszuhalten, denken Sie? Ja, und sie haben Recht, denn Isolation und sich getrennt von einer Gruppe zu erleben, von der Mehrheit, der Gemeinschaft, den Freunden, den Bekannten, der Familie oder den Arbeitskollegen gehört zu einer unserer größten Ängste. Ein Phänomen, welches der Sehnsucht nach Zughörigkeit entspringt, durch die immer versucht wird, Isolation und Einsamkeit zu vermeiden. Deshalb wagen wir oft lieber wenig und halten zurück mit unserer Meinung. Was für ein Verzicht!

Angst muss uns nicht unweigerlich lähmen. Angst kann auch Mut machen, indem wir lernen, unsere eigene Angst ernst zu nehmen. Indem wir sie nicht kleinmachen, sondern lernen, über sie hinauszuwachsen, vielleicht in kleinen Schritten, aber doch. Damit wir sagen können: „Ich lass dir deine Meinung, lass mir bitte meine, danke!“ Hier gibt es ein schönes Zitat von Marianne Williamson, das Nelson Mandela bei seiner Amtsantrittsrede vorgetragen hat. Es inspiriert mich persönlich, weil Nelson Mandela ein Drittel seines Lebens unter widrigsten Umständen in Gefangenschaft verbracht hat. Er hat sich sein ganzes Leben für ein gerechtes Leben eingesetzt, in dem jeder Mensch, egal welche Hautfarbe er hat, das Recht auf ein freies Leben hat.

„Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich machtvoll sind.

Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, talentiert und fantastisch sein darf?

Wer bist du denn, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten, dient der Welt nicht.

Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich kleiner machst, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.

Wir sollen alle strahlen wie die Kinder.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen, die in uns ist.

Sie ist nicht nur in einigen von uns; sie ist in jedem Einzelnen.

Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, befreit unsere Gegenwart andere ganz von selbst.“

(MARIANNE WILLIAMSON, Rückkehr zur Liebe)

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Menschen, auch wenn sie in der Mehrheit sind, können sich irren. Das liegt in der Natur der Sache. Denn so viele Menschen wie es auf unserer Welt gibt, so viele Meinungen und Wahrheiten existieren ebenfalls, denn Meinung und Wahrheiten sind immer subjektiv und niemals die Wahrheit. Selbst wenn die Wissenschaft von etwas ausgeht, dann spiegelt die Errungenschaft immer nur einen Bruchteil von einem Ganzen. Nur, wenn sich die Mehrheit arrangiert auf die eine Wahrheit oder die eine Meinung, heißt das noch lange nicht, dass das so ist und wir sollten auch niemals nur der einen Wahrheit nachlaufen, denn das könnte sich vielleicht später als fataler Irrtum herausstellen.

Deshalb noch ganz zum Abschluss: Toleranz ist was Wunderbares, aber sie kann auch Gleichgültigkeit oder sogar Überheblichkeit bedeuten. Akzeptanz hingegen wird als Akt der Wertschätzung erlebt und ist sicherlich der Toleranz weit überlegen.

Mit gutem Beispiel vorangehen und selbst den Mund aufmachen! Und das mit kritisch-pikanten Statements – selbstverständlich sollen sie wertschätzend sein, denn auch die Meinung der anderen hat ihren Wert. Aber ist das wirklich schlimm? Oder müssen wir uns gar für unsere eigene Meinung schämen oder schuldig fühlen? Lebendige Demokratie, so wie ich sie verstehe, finde ich herausfordernd, aber auch faszinierend. Wir sollten sie als Gesellschaft immer wieder so lebendig wie möglich leben. Und wir sollten uns immer wieder ihrer großen Vielfalt und ihrer reichlichen Möglichkeiten bedienen.

Oder haben Sie dazu eine ganz andere Meinung als ich? Nun ja, aber wissen Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, das ist gar nicht schlimm. Und ich gestatte Ihnen und mir diesen unterschiedlichen Zugang. Was sollʼs? Lassen Sie uns einfach mutig sein, im Sinne von „Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich würde bis zum Äußersten dafür kämpfen, dass Sie es sagen dürfen.“ Das gilt für Sie, für mich und jeden anderen.

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Verein Agora unterstützt die Sonneninsel https://nataschakoller.chimpify.site/blog/verein-agora-unterstuetzt-die-sonneninsel/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/verein-agora-unterstuetzt-die-sonneninsel/#comments Sun, 14 Mar 2021 21:55:41 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/verein-agora-unterstuetzt-die-sonneninsel/ Weiterlesen

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Erstmals seit dem Auftakt von trAchtsam wollten wir endlich auch das tolle Projekt Sonneninsel in Salzburg unterstützen. Coronabedingt konnten wir unsere große Modenschau mit Stefanie Hertel leider nicht durchführen. Es schaute fast so aus, als ob eine finanzielle Unterstützung für die Sonneninsel nicht möglich wäre. Aber wie heißt es so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und wenn du glaubst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her. In diesem Fall war es tatsächlich so. Denn obwohl unser Beitrag in diesem Jahr nur für den Sterntalerhof reichte, konnten wir dann doch noch einen Spender finden, der 6.000 Euro aufbrachte.

Hier ein ausführlicher Bericht.

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Spende an den Sterntalerhof 2021 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/spende-an-den-sterntalerhof-2020/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/spende-an-den-sterntalerhof-2020/#comments Sat, 13 Mar 2021 23:38:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/spende-an-den-sterntalerhof-2020/ Weiterlesen

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Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen im letzten Jahr konnten wir unserem „inneren sozialen Auftrag“ gerecht werden. Mit unserem Social Business trAchtsam ist es uns gelungen, dem Kinderhospiz Sterntalerhof eine Summe von 6.500 Euro zu spenden.


Spendenquittung Sterntalerhof 2021gerade


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Interview in ACTIVE BEAUTY, "Mehr als Liebe" https://nataschakoller.chimpify.site/blog/mehr-als-liebe/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/mehr-als-liebe/#comments Sat, 13 Mar 2021 23:24:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/mehr-als-liebe/ Weiterlesen

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Das Magazin Active Beauty hat mich in einer Interview-Serie zum Thema Beziehungen befragt.

In der Folge vom März 2021 geht es um das Thema Respekt.

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Pressebeitrag: Leben als "Mingle" - Magazin LEBE https://nataschakoller.chimpify.site/blog/leben-als-mingle/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/leben-als-mingle/#comments Tue, 20 Oct 2020 09:05:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/leben-als-mingle/ Weiterlesen

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Ein Beitrag erschienen im LEBE MAGAZIN

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Pressebeitrag: FAIRedelt - Fenster. Das Stadt Magazin https://nataschakoller.chimpify.site/blog/fairedelt/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/fairedelt/#comments Sun, 18 Oct 2020 23:14:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/fairedelt/ Weiterlesen

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Ein toller Artikel über trAchtsam ist in "Fenster. Das Stadt Magazin" in der Ausgabe vom September 2020 erschienen. 

Presseartikel Salzburger Fenster September 2020 1


Presseartikel Salzburger Fenster September 2020 2


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Richtungsentscheidung in der Mode https://nataschakoller.chimpify.site/blog/trachtsam-richtungsentscheidung-in-der-mode/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/trachtsam-richtungsentscheidung-in-der-mode/#comments Sun, 18 Oct 2020 23:05:26 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/trachtsam-richtungsentscheidung-in-der-mode/ Weiterlesen

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Was, wenn man Mode buchstäblich neu erfinden würde?

Denn Werte haben keine Flügel, aber eine Stimme

Eine Stimme der inneren Haltung, die man sichtbar als Mode trägt – wild, frech und ungezähmt – das das ist das Motto des Salzburger Modelabels trAchtsam.

Ich habe das Modelabel trAchtsam in Salzburg gegründet und bin damit in die Rolle der Fair-Fashion-Designerin hineingewachsen. In erster Linie bin ich Paarcoach und Mediatorin. Außerdem unterstütze ich seit 1999 mit dem Verein AGORA Österreich soziale Projekte. Eine besondere Herzensangelegenheit ist dabei Kinderhospizbewegung, vor allem das Kinderhospiz Sterntalerhof.

Seit 2017 arbeite ich gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten am nachhaltigen Gemeinschaftprojekt trAchtsam. Hier sollen Menschen unterschiedlicher Generationen und sozialer Backgrounds die Gelegenheit haben, ihre individuellen Fähigkeiten einzubringen. Kooperiert wird mit PensionistInnen ebenso wie mit SchülerInnen und ExpertInnen. Wir produzieren regional, halten Transportwege kurz und verarbeiten so viel Material wie nur möglich aus vorhandenen Ressourcen. Unseren Kundinnen bieten wir einmaliges Design, beste Qualität und umfassende Stilberatungen, damit sie sich von Kopf bis Fuß wie die Königinnen fühlen, die sie in Wahrheit auch sind.

Ein Teil der Erlöse fließt an einen guten Zweck, in erster Linie an die Kinderhospizbewegung.

Es geht uns darum, die Welt gemeinsam zu gestalten, für ein gemeinsames Morgen, wo wir uns – trotz unterschiedlicher Meinungen – mit Toleranz, Solidarität und Mitgefühl begegnen – egal wie edel auch unsere Beweggründe sind.

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Nachhaltigkeit bei trAchtsam

Wir haben fast alle schon einmal „upgecycelt“. Als Kind haben wir aus Zeitungspapier oder vermeintlichen Abfällen ganze Kunstwerke gebastelt, und jedes Mal hat es uns mit tiefster Zufriedenheit und großer Freude erfüllt, wenn das Projekt gelungen ist. Upcycling ist die kreative Zweckentfremdung vorhandener Materialien. Dabei entstehen nicht nur außergewöhnliche und individuelle Objekte, sondern es werden auch Ressourcen geschont. Denn warum sollte man neue Rohstoffe abbauen, wenn doch bereits Unmengen davon zur Verfügung stehen?

Der Begriff „Upcycling“ wurde erstmals 1994 von dem Ingenieur Reiner Pilz erwähnt. „Recycling“, sagte er, „ich nenne es Down-cycling. Sie schlagen Steine kaputt, sie schlagen alles kaputt. Was wir brauchen, ist Up-cycling, bei dem alte Produkte einen höheren Wert erhalten, keinen geringeren.“

Genau aus dieser Überzeugung heraus habe ich trAchtsam gegründet. Unterstützt werde ich von vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die derselben Überzeugung sind. Derzeit ist es möglich, ca. 70 Prozent der Produktion aus Zuschnittresten, Altkleidern etc. herzustellen. Das Ziel für die nahe Zukunft ist, den Anteil an upgecycelten Materialien noch zu erhöhen.

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Stilmix und cooles Design

Wir bieten Trachtenmode im Stilmix für Frauen und Mädchen. Das Dirndl steht dabei im Fokus, denn es ist mehr als nur ein Kleidungsstück, es ist Botschaftsträgerin für Schönheit, Wandelbarkeit und Weiblichkeit. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Produkte für eine Käuferschicht zu produzieren, die bewusst ein Zeichen setzt und sich zu einer bestimmten Haltung, nämlich zu Fairness und Umweltbewusstsein, bekennt. trAchtsam wird regional produziert und verbindet Generationen, denn wir alle können voneinander lernen und ergänzen uns nicht nur wunderbar, sondern bereichern uns gegenseitig ungemein.

Niemand sollte tragen, was natürlich nicht zu ertragen ist

Schlechte Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern, Umweltverschmutzung durch Chemikalien – die negativen Seiten der Modeproduktion sind bekannt und brauchen dringend einen Wandel in Richtung Menschlichkeit, Umweltbewusstsein und Respekt. Schätzungen zufolge werden rund 30 Prozent der Stoffe bereits als Zuschnittreste weggeworfen. Mancher macht sich seine Gedanken, wie man dem entgegenwirken kann. Auch mir sind diese Gedanken im Kopf herumgegangen und haben mich dazu angetrieben, eine Alternative anzubieten. Es geht mir dabei um einen Wertewandel, deshalb ist trAchtsam auch ein offenes, ökosoziales Projekt.

„There is true beauty in the finest clothes, when they are made with love and respect for all living beings“, so lautet mein Credo.

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Was macht man mit einer Ladung Plastiktischdecken?

Ganz einfach, man kreiert eine umweltbewusste Mode, die alles andere als nach „Ökolook“ aussieht. Heuer sind es die tollen Herbst-Kurzarmmäntel, die ein absoluter Hingucker sind – zeitlos und absolut variabel einsetzbar. Für uns besteht die Herausforderung dabei, dass wir so gut wie alles verwerten, was wir an Material erhalten. Wie ein Bildhauer aus dem Stein eine Skulptur hervorbringt und diese bereits schon davor erkennt, so sehe ich in jedem einzelnen Stoff, welches Kleidungsstück daraus kreiert werden soll. Dabei wird jedes Kleidungsstück zum Unikat und die Trägerin kann sich sicher sein, dass es dieses bestimmt kein zweites Mal gibt.

Das ist das Markenzeichen von trAchtsam, wertvolle Stoffe vor dem vorzeitigen Wegwerfen zu retten und daraus tolle Einzelstücke zu kreieren. Die Materialien sind übrigens keineswegs aus qualitativen Gründen zum Wegwerfen vorgesehen, sondern aus Effizienzgründen. Sie werden uns dankenswerterweise von Unternehmen bereitgestellt.

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Alles im Leben hat seinen Platz und vor allem seine Zeit

Deshalb ist trAchtsam mehr als nur ein Modelabel, es steht für „gut aussehen und Gutes tun“. Moderner Lifestyle kombiniert mit bewusstem Konsum – stylisch, fair, nachhaltig. Mode bestimmt die Wirtschaft, auch wenn sie in Zeiten wie diesen nicht so wichtig scheint, weil wir uns mit Werten der Gesundheit, der Existenz usw. beschäftigen. Aber Mode wird eines Tages wieder ein entscheidender und branchenübergreifender Wirtschaftsfaktor sein, davon sind wir überzeugt.

Die Modeindustrie erlebt gerade einen Wandel, darin sehe ich auch eine große Chance. Aus meiner Sicht werden sich zwei große Richtungen auftun, einerseits die Billigmode mit dem Onlinehandel und andererseits die hochwertige, nachhaltige und exklusive Mode mit dem individuellen Absatz und persönlicher Beratung, wo die Kundin Königin ist und von Kopf bis Fuß beraten wird, weil sie das liebt. Demnach gilt Mode als eine Branche, die schon heute eine neue Orientierung verlangt. Das ist zumindest unser bodenständiges Statement für unsere Kleidung von gestern bis übermorgen – ein generationsübergreifendes Make-over aus Verantwortung, Nachhaltigkeit und Wert. Denn woher wir kommen und wohin wir uns bewegen, hängt davon ab, wer wir sind. Und Kleidung ist dabei ein wichtiger äußerer Ausdruck unserer inneren Haltung.

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Individuelles Verkaufskonzept

Obwohl der Onlinehandel weltweit boomt, setzen wir auf ein komplett anderes Verkaufskonzept. Wir sind stolz darauf, denn dieses Jahr war für die Modebranche weltweit eine schwierige Zeit. Auch wenn es für uns anders gekommen ist, als wir uns das in diesem Jahr vorgestellt hatten, konnten wir mit unserem individuellen Verkaufskonzept und den exklusiven Private Shopping Days unsere Kundinnen mit unserer Mode begeistern.

Wir kommen wieder

Für die nächste Saison haben wir uns dazu entschieden, zu pausieren und keine Kollektion herauszubringen, denn Wirtschaft braucht auch so etwas wie Berechenbarkeit, damit daraus was Tolles entsteht. Einstweilen möchten wir allen Kundinnen von Herzen für ihre Treue und ihr Vertrauen danken!

Wir werden unsere Energie in der kommenden Zeit nach innen richten, um dann wieder mit voller Kraft voraus zu gehen. Die nächste Kollektion werden wir im Frühjahr 2022 präsentieren. Bleiben Sie also gespannt, in Sachen Fair Fashion tut sich bei uns immer was!

Bis dahin bleibt trAchtsam auf allen euren Wegen. Wir freuen uns auf die Begegnungen mit dir, mit euch, uns und unserer trAchtsam-Mode.

Ich wünsche uns allen eine gesunde und trotz so einigen Herausforderungen, eine besinnliche Zeit.

Eure Natascha Koller

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Ich haben den falschen Partner geheiratet https://nataschakoller.chimpify.site/blog/ich-haben-den-falschen-partner-geheiratet/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/ich-haben-den-falschen-partner-geheiratet/#comments Wed, 15 Jul 2020 10:10:02 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/ich-haben-den-falschen-partner-geheiratet/ Weiterlesen

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In den vergangenen Wochen wurde ich wieder vermehrt eingeladen, Interviews zum Thema Beziehungen und Kommunikation zu geben, was mir immer wieder große Freude bereitet.

Einerseits habe ich so die Möglichkeit, Erfahrungen und Wissen zu teilen, andererseits bieten Veröffentlichungen natürlich auch die Möglichkeit, nach außen sichtbar zu sein. Allerdings habe ich darauf, was wie dann tatsächlich veröffentlicht wird, hat keinen Einfluss. Zumeist funktioniert alles wunderbar, doch hin und wieder geht leider auch etwas schief. So wurde ich unlängst von der Redaktion der Ganzen Woche zu einem schriftlichen Experteninterview eingeladen. Dazu ist dann am 8. Juli 2020 eine Doppelseite erschienen. Leider wurden meine Antworten verändert bzw. in einen anderen Kontext gestellt, was für mich in meinen Beruf überhaupt nicht geht. Mir ist es sehr wichtig, dass ich hier richtig interpretiert werde und dass Ernsthaftigkeit und Tiefgründigkeit auf keinen Fall verloren gehen. Auch die Fallbeispiele stammen nicht von mir, sondern von der Redaktion. Aus dem Kontext gerissen und missverständlich dargestellt wurde z. B., dass oft „existenzielle Gründe“ zu einer Heirat führen. Aus unzähligen Beispielen aus meiner Praxis kann ich sagen, wie wichtig es z. B. in einer Paargemeinschaft ist, noch dazu wenn gemeinsame Kinder da sind, dass das Paar sehr eine Heirat in Betracht zieht, allein schon aufgrund des rechtlichen Status für alle Familienmitglieder. Eine Heirat bzw. Ehe hat nicht nur romantischen Wert, sondern ist ein rechtsgültiger Vertrag, der unbedingt ernst genommen werden sollte, denn im Eherecht wird vieles geregelt, was in einer Lebensgemeinschaft einfach nicht der Fall ist. Beim Ableben eines Partners bekommt z. B. der andere Partner eine Witwenpension. Die emotionale Seite der Heirat geht dadurch nicht verloren. Leider wurde diese Kernaussage in dem Artikel der Ganzen Woche in ein ganz anderes Licht gerückt. Es ist mir auch wichtig zu betonen, dass in diesem Artikel steht, dass in einer Beziehung irgendwo eine „Gefahr lauert“ oder dass eine Verliebtheitsphase drei Jahre dauert,– dann ist das schlichtweg so nicht korrekt. In einer normalen Beziehung lauern keine Gefahren und eine Verliebtheitsphase „kann lt. Wissenschaft bis zu drei Jahre dauern“, was nicht bedeutet, dass dieser Zeitraum für alle Menschen festgeschrieben ist.

Eines ist sicher, Partnerschaft ist etwas Wunderschönes und schafft so viele wunderbare Möglichkeiten. Die Liebe birgt natürlich auch immer das Risiko, verletzt zu werden spätestens, wenn einer der beiden stirbt. Natürlich können wir auch Fehlentscheidungen treffen, dann gilt es, diese zu verändern, in dem man sich trennt und jeder für sich den eigenen Part akzeptiert, der zum Scheitern beigetragen hat.

Viel Freude in deiner Beziehung, Familie, oder auch als Single, was immer für dich stimmt!

BewusstSein und Smarter Leben Network Paar

Original-Interview an die Ganze Woche, Juli 2020

In einer „Lebensart-Reportage“ mit dem Arbeitstitel „Ich haben den falschen Partner geheiratet“ kommen Menschen zu Wort, die erzählen, wann, wie oder warum sie oft über einen längeren Zeitraum hindurch mit dem falschen Partner/der falschen Partnerin zusammen waren. In diesem Zusammenhang wurde ich von Redaktion der Ganzen Woche zu einem Experteninterview eingeladen und gebeten, zu nachfolgenden Fragen Statements abzugeben.

Hier meine Original-Antworten dazu:

Frau Koller, viele Menschen stecken in unbefriedigenden Beziehungen und fragen sich, ob der aktuelle Partner wirklich der richtige Mann/die richtige Frau an ihrer Seite ist. Vorübergehende Beziehungszweifel sind „normal“, oder? Aber gibt es signifikante Anzeichen dafür, dass man tatsächlich die komplett falsche Liebes-Wahl getroffen hat?

Wenn die ersten Konflikte in einer Partnerschaft auftreten und man auch wenig um deren Beschaffenheit weiß, dann kommt es schon vor, dass man innerlich die Partnerschaft in Frage stellt. Konflikte sind aber eines, sie sind ganz normal, auch in Beziehungen. Aber es gibt natürlich auch Ausnahmen, wenn es nämlich keine harmlosen Konflikte sind, sondern ganz wichtige Themen in der Partnerschaft geklärt werden müssen, um herauszufinden, ob die Beziehung für beide noch Sinn macht und es einen gemeinsamen Weg gibt. Wenn man das Gefühl hat, dass man die komplett falsche Liebes-Wahl getroffen hat, dann sollte man für sich selbst herausfinden, was einen am anderen ursprünglich so fasziniert hat. Was ist einem bei der Partnerwahl wichtig, welche Bedürfnisse und Sehnsüchte hat man in einer Partnerschaft? Sind diese auch realistisch? Umso klarer man sich darüber ist, desto mehr Klarheit besteht hinsichtlich der Partnerwahl schon von Anfang an. Genau das hilft auch bei der Klärung der Frage, ob die bestehende Beziehung für einen selbst noch Sinn macht.

Warum kommt es doch verhältnismäßig oft vor, dass wir an den falschen Partner/die falsche Partnerin geraten?

Weil wir sehr häufig sehr hohe Erwartungen an eine Beziehung stellen, die nicht immer ganz realistisch sind. Weil wir am Anfang oft fasziniert von einem Menschen sind, mit dem wir aber im Grunde gar nicht ein ganzes Leben lang zusammenleben wollen. Auch hier vermischen sich Wirklichkeit und Wunschdenken sehr häufig. Es hilft, wenn wir uns von Anfang an bewusst darüber sind, was für ein Mensch unser Partner sein soll, welche Werte, welche Eigenschaften und Hobbies er oder sie haben sollte, die bestenfalls mit unseren eigenen übereinstimmen. Denn auch Hobbies sind wichtig, sie schaffen viel Gemeinsamkeit.

Jeder Vierte heiratet falsch, fand eine britische Studie heraus. Jede dritte Frau sagt nach der Trennung, dass sie bereits bei der Hochzeit wusste, dass sie nicht den Richtigen heiratet, lautet das Ergebnis einer amerikanischen Umfrage. 26 Prozent der Gebundenen würden ihre Beziehung aufgeben, wenn ihnen der Traumpartner begegnet, ergab eine Umfrage von seitensprung-fibel.de. Demzufolge gehen viele Menschen feste Beziehungen ein, obwohl ihnen ihr Bauchgefühl sagt, dass dieser Partner nicht der oder die Richtige ist. Warum heiraten verhältnismäßig viele Männer und Frauen jemanden, der offensichtlich gar nicht zu ihnen passt?

Das kann natürlich viele Gründe haben. Es kann kulturelle oder familiäre Gründe dafür geben, aber auch das Alter kann eine entscheidende Rolle spielen, wenn die vielzitierte „Torschlusspanik“ spürbar wird. Wenn es in einer Kultur oder Familie so üblich ist, dass man in einem bestimmten Alter heiratet und eine Familie gründet, dann erzeugt das oft großen Druck. Es ist uns oft gar nicht oder nicht so deutlich bewusst, wie sehr diese Einflüsse unsere Entscheidungen prägen. Manchmal sind es schlichtweg auch existenzielle Gründe, die zu einer Heirat führen, was durchaus auch Sinn machen kann, wenn es um die Sicherheit der Familie geht. Außerdem spielt natürlich die Verliebtheitsphase eine große Rolle. In dieser Phase neigen wir sehr oft dazu, die Dinge schöner zu sehen, als sie sind, oder zumindest vieles ausklammern, was uns nicht gefällt, obwohl wir es schon wahrnehmen. Wir reden uns oft ein, dass sich das noch ändern wird, wenn wir zusammen sind. Wenn man dann immer schon den Traum vom Heiraten hatte, kann es durchaus geschehen, dass in dieser Phase, die übrigens laut Wissenschaft maximal drei Jahre dauert, eine Entscheidung getroffen wird, die man vielleicht nach einer längeren Wartezeit nicht mehr getroffen hätte.

Natascha Koller
Paarcoach und Mediatorin
Praxiswerkstatt in Salzburg
www.praxiswerkstatt.com

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Interview Teil 1: Eine lange und glückliche Beziehung https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-radio-welle-1-ueber-beziehungen/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-radio-welle-1-ueber-beziehungen/#comments Thu, 09 Jul 2020 23:36:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-in-radio-welle-1-ueber-beziehungen/ Weiterlesen

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Radio Welle 1 hat am 8. Juli 2020 ein Interview mit mir zum Thema „Wie sich Paare verändern, die lange zusammen sind“ geführt. Da bei Veröffentlichungen oft gekürzt wird, möchte ich das gesamte Interview gerne hier zum Nachlesen teilen.

Frau Koller; welche Voraussetzungen müssen geschaffen sein, um eine Beziehung lange aufrechtzuerhalten?

Nun, dafür gibt es natürlich auch bei besten Voraussetzungen keinerlei Garantie aber ja, es gibt sie, die Tipps von Langzeitpaaren:

  • Glückliche Paare haben Vertrauen zueinander, sie unterstützen Träume und Hoffnungen des jeweils anderen. Sie wissen um die eigenen Bedürfnisse, Sehnsüchte und Wünsche und die des Partners und können auch Fehler mit Humor nehmen. Mit Humor gelingen auch schwierige Veränderungen.
  • Das große Glück der Liebe gründet sich häufig auf Gemeinsamkeiten, denn diese verbinden. Damit meine ich, dass man gemeinsame Erlebnisse schafft, die Freude machen und die Beziehung lebendig halten.
  • Lasst einander Raum. Das wusste schon der persische Dichter Rumi vor über 700 Jahren, der meinte, dass man einander Raum lassen muss, um sich begegnen zu können. Damit ist gemeint, dass ein Paar nicht nur darauf achten sollte, genügend qualitativ gute Zeit miteinander zu haben und Gemeinsamkeiten zu pflegen, sondern sich auch gegenseitig Raum zum Atmen lassen sollte. Jeder sollte auch eigene Hobbies und eigene Freunde haben, ohne dass das ein ständiges Problem in der Beziehung darstellt. Die richtige Balance von Gemeinsamkeit und Individualität schafft einen guten Rahmen für eine Beziehung, in der sich beide wohl fühlen.
  • Die Kommunikation spielt eine große Rolle in der Partnerschaft. Damit meine ich die Art, wie die Partner sich gegenseitig zuhören, wie sie Konflikte lösen und Herausforderungen gemeinsam meistern. Das klingt recht einfach, stellt in Partnerschaften aber meist den schwierigsten Part dar. Warum das so ist? Nun, eine Antwort dazu finden wir u. a. auch in der Hirnforschung. Richard Haier von der Universität von Kalifornien in Irvine und seinen Kollegen beschreiben ihre Untersuchung in der Zeitschrift „NeuroImage“ (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1016/j.neuroimage.2004.11.019). Demzufolge ticken Männerhirne anders als Frauenhirne. Gehirne von Männern und Frauen nutzen unterschiedliche Strategien, um eine gleich hohe Intelligenz zu erreichen. Auch hormonale Grundlagen des menschlichen kognitiven Verhaltens spielen dabei eine Rolle. Frauen z. B. stehen ständig unter Strom, haben immer viel zu tun zwischen Büro, Kindergarten und Haushalt. Sie denken sehr vernetzt, immer in Gedanken, wie sie für ihre Lieben gut sorgen können. Dabei fühlen sie sich oft auch erschöpft und wünschen sich dann nur einen Partner, der ihnen zuhört, ihnen vermittelt, dass er sie wertschätzt und um ihre tägliche Sorge weiß und sie darin bestätigt, dass er das auch toll findet, wie sie all das hinkriegt. In den Paarsitzungen beobachte ich immer wieder, dass Männer das auch oft tun, sie lieben ihre Partnerinnen und wertschätzen sie auch sehr. Trotzdem gelingt es oft nicht, ihren Partnerinnen genau das genügend zu vermitteln. Das kann dann zu einer Schieflage in der Partnerschaft führen, weil sich die Frau dann zu wenig geliebt und geborgen fühlt. Nun, im Grunde muss man aber ehrlich zugeben, dass ein Mann eine Frau in dieser Weise nie wirklich richtig verstehen wird und das muss er auch nicht wirklich. Im Grunde kann ein Menschen einen anderen Menschen nämlich niemals zu 100 % verstehen, das wäre eine absolute Überforderung. Hier geht es eher auch um ein generelles Verstehen, dass der Mann weiß, wie Frauen in ihrem sozialen Verhalten ticken. Wenn er das durchschaut hat, wird er ihr zuhören, sie liebevoll bestätigen und hinsichtlich ihrer unzähligen täglichen Sorgen und Erledigungen auch etwas entlasten, dann wird sie es diesem Mann ein Leben lang danken und gerne an seiner Seite sein! Dabei darf und soll der Mann trotzdem ganz er selbst sein und ganz in seiner Männlichkeit bleiben. Er muss und soll sich nicht komplett verbiegen, um eine moderne Beziehung zu führen, und das Unmögliche möglich machen, nämlich ein absoluter „Frauenversteher“ zu werden. Er darf und soll auch ganz er selbst bleiben und im Grunde wünschen sich die Frauen das auch. Das klingt aber viel leichter, als es in Wirklichkeit oft ist, was sich ebenfalls in unzähligen Paarsitzungen zeigt. Denn auch der Mann ist oft irritiert und weiß nicht, was er machen soll, um seine Frau glücklich zu machen. Irgendwie scheint er es nie richtig zu machen, zumindest aus der Sicht der Frau. Nun, dazu muss man auch zugstehen, dass wir modernen Frauen hinsichtlich der Rolle des idealen Partners ebenfalls etwas verunsichert sind. Er sollte verständnisvoll sein, aber trotzdem auch männlich, großzügig, humorvoll und ja, auch hilfsbereit sollte er sein. Und genau deshalb ist der Mann von heute auch immer wieder einmal irritiert und kennt sich nicht genau aus, was er denn tun soll, um seine Frau glücklich zu machen. Aufgrund der Emanzipation, durch die die Frau in den letzten Jahrzehnten vom Partner unabhängiger geworden ist, ist sie sich ihrer eigenen Rolle in der Partnerschaft und in der Familie auch nicht immer ganz sicher und auch der Mann fühlt sich oft irritiert. Ein Mann wiederum wünscht sich von seiner Partnerin meist nur, dass sie manchmal einfach ein Auge zudrückt, nicht alles bis ins kleinste Detail ausdiskutieren will und ebenfalls Verständnis für sein So-Sein hat. Dass sie sich nicht ständig um andere Gedanken macht, wie sie wirkt, ob sie gut ankommt, ob sie genügend für andere getan hat usw. Sie sind deshalb nicht oberflächlich, sondern einfach nur anders. Männer möchten manchmal auch etwas ganz „Banales“ mit ihren Partnerinnen machen, nämlich Spaß haben, auch das sollte niemals in einer Partnerschaft zu kurz kommen. Oft möchten sie diesen Part gerne mit ihrer Frau vermehrt erleben, aber die Frau, die so vielbeschäftigt ist, hat dafür oft keine Zeit. Hier kann es dem Paar ungemein helfen, wenn sie Verantwortungen teilen, damit sie auch Zeit für gemeinsame amüsante Erlebnisse finden. Auch wenn beide sich für den gemeinsamen Spaß-Amüsement-Faktor engagieren sollten, macht es schon auch Sinn, wenn der Mann, der dies ja mit seiner Frau meist erleben möchte, dafür sorgt, dass dieser nicht zu kurz kommt, sollte sie das in all ihrem täglich Sorgen wieder einmal vergessen haben. Wenn aber der Mann nur Verantwortung übernehmen soll, damit die Frau sich noch mehr mit anderen Dingen beschäftigen kann, wird der Mann das meist unbewusst sabotieren, weil er darin wenig Sinn für sich selbst erkennt. Männer brauchen ebenfalls Bestätigung, für ihr So-Sein. Wenn wir Frauen zu uns einmal ganz ehrlich sind, dann würden wir niemals wollen, dass man uns unseren Beruf der „Vielbeschäftigung im täglichen Leben“ ganz abnimmt, denn wir Frauen brauchen das Gefühl, etwas Wesentliches und Sinnvolles im Leben zu bewirken. Was für eine Frau auch heißt, dass es ihren Liebsten gut geht und sie hier einen guten Job macht. Und mittlerweile natürlich nicht nur den Job zuhause mit ihren Lieben, sondern auch den beruflichen Job – das heißt mittlerweile eine Doppelbelastung – weil sie beides sehr gut hinkriegen möchte. Weiß ein Paar um all das, dass sie in ihrer Art zu denken und zu handeln unterschiedlich ticken, dann können sie sich in ihrem jeweiligen So-Sein immer mehr akzeptieren und dem jeweils anderen mitteilen und darauf aufmerksam machen, was ihnen wichtig ist, um eine erfüllte Beziehung zu leben. So entsteht die Bereitschaft, sich gemeinsam für die Beziehung zu engagieren, damit diese spannend bleibt, es werden Verantwortlichkeiten geteilt, damit das Paar auch genügend Zeit für Spaß und Freude miteinander hat und die gemeinsame Zeit auch genießen kann. Das wird zum Erfolg einer glücklichen Beziehung wesentlich beitragen.
glueckliches kreatives junges Paar ready

  • Natürlich spielt auch die gemeinsame Sexualität eine Rolle, auch wenn es wissenschaftlich bewiesen ist, dass die Häufigkeit von Sex nachlässt. Aber eine lange und stabile Beziehung schließt die Aufrechterhaltung des Sexlebens durchaus nicht aus. Wenn es am Anfang einer Beziehung die Spannung und die Aufregung des Neuen gibt, gibt es in langen Beziehungen dagegen eher Vertrauen und Sicherheit, die wiederum ein gefestigtes gegenseitiges Vertrauen schaffen können, nämlich um Neues auszuprobieren, andere Facetten kennenzulernen und eine Intimität zu erleben, die in der rauschhaften Verliebtheitsphase in dieser Art nicht möglich ist. So kann ein Paar dieses gewonnene Vertrauen durchaus als Chance sehen, weil das es leichter sexuelle Wünsche äußern und eher auf die Wünsche des Partners eingehen kann. So ist Spannung durch Neues in Form einer Kommunikationskultur rund um ihr gemeinsames Sexleben möglich und das Paar kann immer wieder neue Wege wagen. Aber das ist zugegebenermaßen ein komplexes, vielseitiges und auch spannendes eigenes Thema.
  • Es ist auch so dass sich die Partner gegenseitig beeinflussen, wenn sie lange zusammen leben, und natürlich lernen sie voneinander und übernehmen auch Dinge. Wichtig ist, dass man – wie bereits erklärt – auch ein Stück Raum für Gegensätzliches lässt. Das sorgt auch für Spannung, die eine glückliche Partnerschaft ebenfalls braucht.

Die berühmte Künstlerin, Poetin (und Frau von John Lennon) Yoko Ono beschreibt das in einem bekannten Zitat so: „Ein Traum, den man alleine träumt, ist nur ein Traum. Ein Traum, den man zusammen träumt, ist Wirklichkeit.“

Viel Freude beim Lesen, vielleicht ist die ein oder Anregungen für euch dabei!

Übrigens, nächste Woche folgt der zweite Teil dieser Serie zum Thema „die 5 Phasen der Liebe in einer Beziehung, wenn man diese auch wirklich durchläuft“, ebenfalls ein spannendes Thema …

Nur eines noch vorweg: „Eine lange, enge Beziehung kann eine völlig andere Art zu denken und zu handeln auslösen, es kann sich sogar so etwas wie ein „gemeinsamer Geist“ entwickeln“.
Übrigens wissenswert dazu ist noch: Unser Gehirn gestaltet sich so, wie es benutzt wird. Die Hirnforschung konnte zeigen, dass unser Gehirn eine lebenslange Baustelle ist. Es reagiert zeitlebens auf die Signale von innen – zu ihnen gehören unsere Hormone – und von außen. Es vernetzt sich, denkt und arbeitet so, wie es benutzt wird. „Es ist wie beim Hausbau“, verdeutlicht Gerald Hüther, „Jungen und Mädchen haben sozusagen ein unterschiedlich strukturiertes Fundament, obwohl die gleichen Materialien verwendet wurden.“
Für den weiteren Aus- und Anbau des Hauses liegen also unterschiedliche Voraussetzungen vor. Entsprechend wird auch anders weitergebaut und das Haus erhält eine andere Form.

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Pressebeitrag: Wenn Konflikte zu viel kosten https://nataschakoller.chimpify.site/blog/pressebeitrag-wenn-konflikte-zu-viel-kosten/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/pressebeitrag-wenn-konflikte-zu-viel-kosten/#comments Mon, 06 Jul 2020 00:00:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/pressebeitrag-wenn-konflikte-zu-viel-kosten/ Weiterlesen

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Im Lebe Magazin ist im Juni 2020 ein toller Expert*innen-Bericht zum Thema Mediation erschienen. Viel Spaß beim Lesen.

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Pressebeitrag: Immer das Theater mit der Beziehung https://nataschakoller.chimpify.site/blog/pressebeitrag-immer-das-theater-mit-der-beziehung/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/pressebeitrag-immer-das-theater-mit-der-beziehung/#comments Tue, 30 Jun 2020 11:14:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/pressebeitrag-immer-das-theater-mit-der-beziehung/ Weiterlesen

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Im Lebe-Magazin ist ein Beitrag zum Thema Beziehung erschienen: Natascha Koller über Beziehungen in der Krise. Soll man gehen oder bleiben?

In: LEBE MAGAZIN, Juni 2020

Viel Freude beim Lesen!

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Interview in ACTIVE BEAUTY: Das Kind im Manne https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-active-beauty-2/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-active-beauty-2/#comments Tue, 30 Jun 2020 10:54:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/interview-active-beauty-2/ Weiterlesen

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Interview mit Natascha Koller über das Peter-Pan-Syndrom. Warum gibt es Männer, die scheinbar nie erwachsen werden?

In: ACTIVE BEAUTY Magazin Ausgabe 06/20, Text: Claudia Wallner

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Coaching: Rückenwind für Paare https://nataschakoller.chimpify.site/blog/rueckenwind-fuer-paare/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/rueckenwind-fuer-paare/#comments Tue, 31 Mar 2020 15:49:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/rueckenwind-fuer-paare/ Weiterlesen

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Viele Paare erleben die aktuelle Zeit der „Corona-Krise“ als eine kostbare Zeit, denn sie bietet ihnen so viel gemeinsame wertvolle Zeit, die sie sonst oft entbehren müssen. Für andere Paare wiederum birgt diese Zeit viele Herausforderungen, Spannungen entstehen oder Konflikte werden vermehrt sichtbar. Diese werden auf beengtem Raum oft unerträglich. Wenn Konflikte und Leid Ihre Beziehung mehr bestimmen als Zuneigung und Freude, ist für Sie vielleicht der Zeitpunkt gekommen, eine Paarberatung in Anspruch zu nehmen. In dieser belastenden Zeit biete ich Ihnen gerne meine Unterstützung als Paarcoach, derzeit auch via Skype- und Zoom-Sitzungen an! Senden Sie mir einfach ein E-Mail an nkoller@aon.at, um einen Termin für eine Skype- oder Zoomsitzung zu buchen! 

Mit besten Grüßen aus der Praxiswerkstatt

und bleiben Sie gesund!

Ihre Natascha Koller

Weitere Informationen auf www.praxiswerkstatt.com.

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Klausur: Talente leben – Sinn entdecken https://nataschakoller.chimpify.site/blog/seminar-talente-leben-sinn-entdecken/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/seminar-talente-leben-sinn-entdecken/#comments Tue, 31 Mar 2020 14:53:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/seminar-talente-leben-sinn-entdecken/ Weiterlesen

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Beruf, Berufung, Kreativität und Lebenssinn

Viele Menschen kennen das Gefühl, ohne Antrieb zu sein. Sie fühlen sich ausgebrannt, unzufrieden, unmotiviert und uninspiriert. Arbeit ist jedoch viel mehr als Erwerbstätigkeit, Arbeit soll ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und vom Erreichen von Unternehmenszielen vermitteln, aber auch persönliche Entwicklung ermöglichen. Wesentliche Voraussetzung, um die eigenen Begabungen und Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen, ist eine gute Verbindung zum lebendigen Teil in unserem Inneren. Jeder von uns ist mit einzigartigen Talenten ausgestattet und trägt einen persönlichen Auftrag in sich.

Ziele

Der innovative Workshop schafft Orientierung und gibt Mut und Energie. Die Teilnehmer/innen werden sich ihrer Talente bewusst und fühlen sich kraftvoll und selbstsicher. Sie fokussieren sich auf ihre Stärken und Talente und formulieren ihren eigenen Auftrag, ihre Werte und ihre individuelle Sinnfrage. Das ist der Schlüssel für ihre persönliche und berufliche Erfüllung. Auf diese Weise können sie ihre Neigungen und Fähigkeiten klarer erkennen und gezielter in ihre berufliche Tätigkeit einbringen. Daran anknüpfend entwickeln sie ein höheres Maß an Präsenz. Arbeit, Fähigkeiten, Kreativität, Lebensziel und Sinn werden in einem größeren Zusammenhang erfahrbar. In weiterer Folge erleben die Teilnehmer/innen den Arbeitsalltag mit mehr Lebendigkeit und Freude und gehen motiviert an die Dinge heran. Dadurch erleben sie ihre Aufgaben (wieder) als Berufung.

Unsichtbare Mentor/innen

„When you find a good Mentor, you’ll just know it, it is someone who can bring you light even in the darkest moment“. (Penelope Dullaghan)

Ich schreibe deshalb von unsichtbaren Mentor/innen, denn oft ist es uns gar nicht bewusst, dass wir gerade einem/einer Mentor/in in unserem Leben begegnet sind. So wie unsere Träume Unterstützung und Anleitung bieten können, während wir einen Weg zu ihrer Verwirklichung finden, können Mentor/innen uns Weisheit, Einsichten und Beispiele liefern, die uns viel weiter bringen, als wir selbst vielleicht für möglich halten. Ob das ein/e Lehrer/in, ein Familienmitglied oder ein/e gefragte/r Professor/in ist, spielt dabei keine wesentliche Rolle. Wichtig ist, dass diese inspirierende Figur uns in ein Neuland lockt, wo wir vielleicht finden, was wir brauchen, um selbst begeisterte Lebens-Mentoren zu werden – im Kleinen wie im Großen. Herauszufinden, wie wir unser Leben am sinnvollsten gestalten können, erfordert nicht nur Leidenschaft und Engagement, sondern auch inspirierende Beispiele, aus denen wir lernen, denen wir folgen und die wir feiern können. Dann eines Tages, vielleicht ohne dass wir es überhaupt bemerken, werden wir ein Vorbild für andere auf ihren eigenen inspirierenden Reisen sein. Dazu ist es aber zuallererst einmal wichtig, selbst ein inspiriertes und begeistertes Wesen zu sein und das Leben in all seinen Facetten, mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten zu lieben.

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Manchmal sind wir Schüler/innen im Leben, wenn wir Neues lernen. Dann wiederum sind wir Lehrer/innen, wenn wir etwas weitergeben. Ein/e gute/r Mentor/in kann so etwas wie ein Leuchtfeuer für das Leben eines anderen sein, wenn er/sie den anderen für etwas an sich selbst begeistern kann, um dann wieder im eigenen Leben weiterzugehen.

„Wenn du eine/n gute/n Mentor/in findest, wirst du es einfach wissen. Es ist jemand, der/die, dir auch im dunkelsten Moment Licht bringen kann, sagt Penelope Dullaghan. So ein/e Mentor/in kann z. B. auch eine fünftägige Klausur wie z.B. "Beruf, Berufung, Kreativität und Lebenssinn" sein, die dir die Möglichkeit bietet, mit deinem/deiner eigenen Mentor/in in Kontakt zu kommen, um neue Perspektiven für dein persönliches wie auch berufliches Leben zu finden, um vieles neu zu klären und auch manches zu verabschieden. In einem sicheren Rahmen und einer kleinen Gruppen unterstützen wir dich dabei. Du bist neugierig geworden und möchtest mehr Infos dazu? Dann sende uns bitte eine E-Mail unter nkoller@aon.at - wir senden dir die Infos dazu. 

Eure Natascha Koller

Nähere Infos zur Seminargestaltung

Durch einstellungs- und erlebnisorientierte Methoden, die Verstand, Intuition und Unbewusstsein ansprechen, kreieren wir einen praxisorientierten und nachhaltigen Entwicklungsprozess. Dabei werden verschiedene Ebenen miteinander verbunden, nämlich der emotionale Antrieb, der analytische Verstand und der Wille zum Handeln (Herz und Hirn) sowie der persönliche Lebenssinn. Durch einen integralen Ansatz, der auf Gestaltarbeit und systemischem Denken basiert, wird mit den Methoden der Wertearbeit, der Persönlichkeitsarbeit und des Probehandelns an das Thema herangegangen. Die Teilnehmer/innen werden ermutigt, die Verbindung zu ihrem lebendigen inneren Kern – zu ihrem SELBSTbewusstsein – aufzunehmen bzw. zu stärken.

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Kreatives zum Mitmachen: Teil 2 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/das-leben-mit-neuen-augen-betrachten/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/das-leben-mit-neuen-augen-betrachten/#comments Wed, 25 Mar 2020 13:42:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/das-leben-mit-neuen-augen-betrachten/ Weiterlesen

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Nimm dir jeden Tag am Abend ein wenig Zeit und lasse deinen Tag kurz Revue passieren, dabei stelle dir drei Fragen und halte diese in einem Tagebuch fest:

1. Was hat mich heute überrascht?

2. Was hat mich heute bewegt und berührt?

3. Was hat mich heute inspiriert?

Meist sind wir in unserem Leben mit so vielen Dingen beschäftigt, dass wir diesen Fragen keine Bedeutung beimessen und auch keine wirklich inspirierenden Antworten dazu haben.

Nur so viel vorab: Anfangs kann es sein, dass du diese Übung einfach nur als mühsam empfindest. Wenn du diese Übung aber konsequent über zwei Wochen durchführst und dich auf die Fragen fokussierst, wirst du Antworten finden, die dich vielleicht sogar überraschen werden. Vielleicht trägt diese Übung dazu bei, dass du gewohnte Dinge auf neue Weise siehst. Denn Sinn und Inspiration zu finden, muss nicht immer bedeuten, die Dinge anders zu machen. Diese Übungen kann aber auch dazu beitragen, dass wir in allem was wir machen viel mehr Tiefe empfinden und unser Leben als viel sinnvoller wahrnehmen als bisher. Viel Freude!

Eure Natascha

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Kreatives zum Mitmachen: Teil 1 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/kreativ-durch-die-krise-1/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/kreativ-durch-die-krise-1/#comments Wed, 25 Mar 2020 13:16:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/kreativ-durch-die-krise-1/ Weiterlesen

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FÜR KREATIVE UND NEUGIERIGE WESEN, die Lust zum Mitmachen haben:

In meinem letzten Blog „Wir bekommen viele Chancen im Leben“ habe ich angekündigt, dass wir eine kreative spielerische Übung vorbereitet haben. Heute möchten wir dich dazu einladen, dir zwei Fragen zu stellen. Zwei Fragen, die dir dabei helfen können, dein persönliches Leitbild zu erstellen, mit dem du durch dein Leben steuerst, wie ein Kapitän, der sein (Lebens)Schiff navigiert, um es sicher in den Hafen zu bringen. Dabei geht es auch darum, auf das zu schauen, was man auf dieser Reise mitnehmen möchte.

Dazu solltest du dir ein paar Minuten Zeit nehmen, um in Ruhe deine Werte zu finden, auf die du dein Leben aufbauen und ausrichten möchtest. Das Recherchieren und Durcharbeiten von Übungen wie dieser kann der Schlüssel zur Gestaltung des inspirierten Lebens sein, das du dir vorstellst.

Die Gehirnforschung/Neurobiologie spricht z. B. davon, dass wir Menschen ein unglaublich kreatives Potential haben, aber nur einen Bruchteil davon nutzen. Damit ist auch gemeint, dass wir, wenn wir uns Problemen wirklich aufmerksam widmen, dadurch kreative und konstruktive Lösungen dafür finden können.

Das bedeutet auch, dass vieles von dem, wonach du suchst, bereits in dir ist. Es gilt, dieses kreative Potential in dir zu entdecken. Weil wir aber alle so unterschiedlich sind, gibt es keinen bestimmten Weg, um diese Übung richtig zu machen. Obwohl ich weiß, dass dein endgültiges Leitbild ganz anders aussehen wird als mein eigenes, ist es hilfreich, wenn wir beide an derselben Stelle beginnen.

Die zwei Fragen lauten: „Wer bin ich?“ und „Was schätze ich am meisten an mir und in dieser Welt?“

Hier ist meine Antwort dazu: Ich bin Paarcoach, Mediatorin und Kommunikationstrainerin. Ich kann Menschen inspirieren und begeistern. Ich nutze die Zeit der Ruhe und Stille zum Nachdenken und zum Meditieren und schätze das Spüren der Verbundenheit mit mir selbst und dadurch auch die Fähigkeit mich mit der Natur und anderen Menschen verbunden zu fühlen. Ich schätze die gemeinsame Zeit mit meinem Mann. Ich schätze die Zeit zum Arbeiten an kreativen Projekten und das gemeinsame Arbeiten mit Menschen. Ich liebe den Wald, die Vögel, die Natur, die Berge und die Bewegung. Ich schätze Ehrlichkeit, Fairness, Humor und Verantwortungsbewusstsein. Ich schätze die Fähigkeit, trotzdem „gut drauf zu sein“, auch wenn ich Angst habe. Ich bin ein „Early Bird“ und habe die meiste Energie ganz zeitig in der Früh, wo ich viele Dinge mache. Aber eines mache ich immer ganz bestimmt, wenn ich meinen Tag beginne - nämlich mit einem Ritual. Dann frage ich mich, wer ich bin und was schätze  ich am meisten an mir und meinem Leben. Und ich frage mich ganz konkret: Wie möchte ich eines Tages von dieser Welt gehen, um das Gefühl zu haben, ein inspiriertes, lebendiges und sinnvolles Leben gelebt zu haben? Das sind meine Antworten auf diese zwei Fragen.

JETZT BIST DU DRAN:

Nimm dir einen Moment Zeit, um drei (oder gerne auch viel mehr!) Dinge aufzuschreiben, die für dich am besten aussagen, wer du bist und mindestens drei Dinge, die du am meisten an dir selbst schätzt.

Jetzt, wo du deine Grundzüge und Werte erstellt hast, steht damit dein „Lebenssinn“ im Fokus und du kannst dein Leben darauf ausrichten. Zum Beispiel habe ich mich für ein (aus meiner Sicht) sinnvolles Leben entschieden, damit ich weiß, dass es wichtig ist, den Tag sinnvoll für mich zu nutzen. Ich habe mich auch dazu entschieden, mutig im Leben zu sein. Dem Leben zu begegnen, so wie es ist, ob es mir gerade gefällt oder nicht. Und immer wenn mich Zweifel befallen, erinnere ich mich daran, was für mich wichtig ist, um mutig zu bleiben. Dazu brauche ich die tägliche Ausrichtung, um Kapitänin meines Schiffes zu sein und trotzdem zu wissen, wohin die Reise in meinem Leben gehen soll, auch wenn die Wellen hochgehen. Wenn ich z. B. Wert darauf lege, gemeinsame wertvolle Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen, aber ständig nur am Computer spiele oder fernsehe oder meine Zeit nur zum exzessiven Wohnungsaufräumen nutze, dann weiß ich, dass ich nicht an einem Ort lebe, an dem ich meiner „Lebens-Mission“ treu bleibe. An den harten Tagen – und die gibt es und gab es auch oft – habe ich immer auf meine persönliche Philosophie zurückgegriffen, auf meine Erklärung, meine innere Haltung: Wer ich sein möchte und welche mutigen, verrückten und kreative Dinge ich machen möchte, um dem Leben und mir selbst zu begegnen. Und um das Leben zu leben, das für mich Sinn macht!

In Zeiten, in denen der Wellengang gerade sehr hoch ist, kann diese innere Ausrichtung sehr hilfreich sein …

VIEL FREUDE UND GUTES GELINGEN BEIM FINDEN DEINER EIGENEN LEBENSPHILOSOPHIE!

Eure Natascha

Teile gerne deine Ideen und Gedanken mit uns, wir freuen uns auf Kommentare! Vielleicht hast auch du eine kreative Idee für neugierige kreative Wesen, dann freuen wir uns auf dein Posting zum Mitmachen.

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Wir bekommen viele Chancen im Leben https://nataschakoller.chimpify.site/blog/wir-bekommen-viele-chancen-im-leben/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/wir-bekommen-viele-chancen-im-leben/#comments Tue, 24 Mar 2020 00:01:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/wir-bekommen-viele-chancen-im-leben/ Weiterlesen

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„Wenn du in ein schwarzes Loch gefallen bist, gib nicht auf, es gibt einen Weg hinaus“, sagte Stephen Hawking in einem seiner Vorträge. Der berühmte Astrophysiker beschrieb damit ein Phänomen aus der Astrophysik, das wir aus meiner Sicht 1:1 auf unsere derzeitige herausfordernde Lebenssituation umlegen können. Gleichzeitig lässt uns Hawking mit seiner Aussage nicht im Regen stehen, im Gegenteil, er gibt uns Hoffnung, indem er meint: „Es gibt einen Weg hinaus.“

Aber einmal ganz ehrlich, was können wir daraus lernen und wie gehen wir mit sogenannten schwarzen Lebens-Löchern am besten um, wenn es scheint, als würden sie uns verschlingen? Gerade jetzt, in der Ausnahmesituation der Corona-Pandemie, fühlen sich viele Menschen so. Viele von uns fragen sich: „Was trägt mein Leben, wenn nichts mehr trägt?“

Ich persönlich finde diese Zeit, in der wir alle betroffen sind, einfacher zu handhaben, als wenn ich allein von einem Schicksal betroffen wäre. Denn hier gilt wirklich: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Jetzt sind wir alle aufgerufen, zusammenzuhalten, durchzuhalten und dann auch wieder unsere menschliche Kreativität einzusetzen und zu schauen, wie es gut weitergeht. Dann wird sich auch zeigen, welche (neuen) Möglichkeiten wir haben und auf welche altbewährten Möglichkeiten wir zurückgreifen können. Derzeit wurde uns ein großer Teil unseres Lebens und unserer Entscheidungen aus der Hand genommen und wird von unserer Regierung für uns bestimmt. Ob das nun gut oder schlecht ist, wird man in Zukunft sehen. Irgendwann werden wir aber zu einer Normalität zurückfinden und müssen dann wieder individuelle Lösungen für unser Leben finden, denn das wird langfristig niemand für uns übernehmen. Manche von uns wird es dann wirklich treffen, wenn wir nicht auf das Gewohnte zurückgreifen können, weil es vielleicht einfach nicht mehr passt oder es noch Zeit braucht, bis es wieder passt. Damit meine ich jetzt in erster Linie die wirtschaftliche Komponente, bei der es um unser (Über)Leben geht.

Die große Veränderung danach

Ich lese von vielen Menschen, die große Veränderungen für die Zeit nach der Coronakrise erwarten. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass wir langfristig unser Verhalten wesentlich verändern werden. Falls doch, dann wäre es wunderbar, wenn sich Dinge zum Besseren wenden, wie z. B. in Richtung Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn, Solidarität usw. Für mich ist jedoch großartig, dass wir der Welt für eine kurze Weile eine Auszeit gegeben haben, wenn auch nicht mit Absicht und sicherlich auch sehr großen Konsequenzen.  

Was haben wir für Möglichkeiten?

Klientinnen und Klienten rufen mich im Moment oft verzweifelt an und fragen: „Was habe ich jetzt für Möglichkeiten?“ Ehrlich gesagt, weiß ich es auch nicht genau. Ich weiß nur eines, nämlich dass es weitergehen wird und auch diese Krise irgendwann ein Ende hat. Wie groß die Auswirkung sein werden, wissen wir alle noch nicht. Gegen diese Wirklichkeit können wir uns wehren, wir können sie aber auch annehmen. Wir können diese Zeit nutzen, um eine Art Zwischenbilanz über unser Leben zu ziehen. Wir können schauen, was in unserem Leben stimmt und was nicht? Was ist für mich wirklich wichtig? Was brauche ich und was kann ich unter Umständen weglassen? Was hält auch dann, wenn nichts mehr hält? Wie steht es um meine sozialen Kontakte und welche Möglichkeiten habe ich diesbezüglich? Wie nutze ich meinen Tag, wenn ich plötzlich nicht mehr auf Altes, Gewohntes und Vertrautes zurückgreifen kann? Bin ich flexibel oder fällt es mir schwer, mit neuen Situationen umzugehen? Wenn es schwierig für mich ist, dann sollte ich diese Zeit vielleicht nutzen, um auch etwas aus dieser Zeit zu lernen. Aber es braucht jetzt auch viel Sicherheit und so etwas wie Struktur im Alltag, die Stabilität gibt. Wir brauchen also täglich so etwas wie Rituale, Dinge, die wir regelmäßig machen, auch in der Ausnahmezeit. Wir können diese Zeit auch nutzen, um uns zu fragen, was wir wirklich für ein erfülltes, lebendiges und sinnvolles Leben brauchen. Wir können eine Langzeitvision für unser Leben entwickeln, die auch in Krisenzeiten hält. Wir können diese Zeit aber auch verstreichen lassen und einfach nur froh sein, wenn sie endlich wieder vorbei ist. Auch das ist in Ordnung, jeder verbringt diese Zeit so, wie es für ihn am besten passt.

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Ich für mich habe zumindest schon eines aus dieser Zeit gelernt, nämlich dass ich, so kritisch ich Kommunikationstechniken und Medien wie Skype, Zoom, Social Media usw. auch immer gegenübergestanden habe, jetzt umso mehr die Erfahrung machen durfte, dass selbst auf diesem Weg sehr gute Gespräche mit Klienten möglich sind, die alles andere als oberflächlich sind. Obwohl ich das nicht für möglich gehalten hätte, muss ich jetzt eingestehen, dass ich mich mit 50 Jahren dieser neuen schnelllebigen Technik vielleicht einfach nicht stellen wollte. Vielleicht hatte ich einfach nur Angst oder war starr und viel zu wenig flexibel. Fakt ist, dass auch ich in der aktuellen Ausnahmesituation diesen Medien gegenüber offener geworden bin und sie in mein Berufsleben integriert habe. Fakt ist aber auch, dass ich zu 80 Prozent Paargespräche durchführe und dabei wiederum eine andere Erfahrung mache. Hier sind persönliche gemeinsame Sitzungen nicht mit Skype-Gesprächen zu vergleichen – hier gilt für mich auch in Zukunft, dass ich wirklich nur in absoluten Ausnahmesituationen auf diese Form zurückgreifen werde. Ich bin auch deswegen ein Fan  persönlich geführter Klientengespräche, weil ich der Meinung bin, dass ein Gespräch, bei dem ich einen gewissen Aufwand habe, wie An- und Rückfahrt, das Gestalten des Settings etc., eine andere, stärkere Signalwirkung auf die Klientinnen und Klienten hat als ein Telefonat.

Im Moment gilt: Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, aber ich freue mich auf eine Zeit, in der wir uns wieder persönlich begegnen, uns die Hände reichen und uns gegenübersitzen können. Das wünsche ich mir und vielen anderen. 


Übrigens, es wird oft die Frage gestellt; "Dürfen wir in Krisenzeiten auch lachen?" 

Ja, natürlich! Die Gehirnforschung empfiehlt uns das sogar – und so oft wie möglich es uns auch möglich ist. Und ich möchte es Ihnen sogar ausdrücklich empfehlen, wann immer es Ihnen möglich ist, "LACHEN Sie - denn LACHEN ist gesund!" 

Lachen bewirkt nämlich folgendes im Körper: Während Endorphine freigesetzt werden, wird die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin unterdrückt. Die kurzzeitigen Veränderungen im Hormonhaushalt können so stark sein, dass sie helfen Schmerzen zu lindern. Sogar das Immunsystem wird durch das Lachen angeregt. Und was wir derzeit alle sehr gut gebrauchen können, ist, dass unser Immunsystem gestärkt ist. Also, vielleicht gibt es ja auch in Ausnahmezeiten immer wieder einmal Momente zum Lachen - ich wünsche es Ihnen von Herzen!


Kreatives zum Mitmachen für neugierige Wesen

Zum Abschluss möchte ich noch ganz kurz auf unsere Idee für die nächsten zwei Monate aufmerksam machen, bei der wir in unseren Social Media-Kanälen regelmäßig posten werden. Unter dem Motto „Kreatives zum Mitmachen für neugierige Wesen“ werden wir immer wieder spielerische kreative Tipps zum Mitmachen geben. Einfach für kreative und neugierige Wesen, die Lust zum Mitmachen haben. Entweder als Zeitvertreib oder aber aus Lust, das Leben wieder lebendig und kreativ zu fokussieren, damit die Dinge, die jetzt vielleicht wichtig geworden sind, auch in der Zeit danach erhalten bleiben. Gleichzeitig gewähren wir damit auch einen Einblick auf die kreativen Mittel, die auch in unserem Seminar „Beruf – Kreativität – Lebenssinn“ zum Einsatz kommen.

Folgen Sie uns auf Facebook und Instagram.

In diesem Sinne alles Gute und bleiben Sie gesund!

Ihre Natascha Koller

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Bewusstseins-Werkstatt: Familie https://nataschakoller.chimpify.site/blog/bewusstseins-werkstatt-familie/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/bewusstseins-werkstatt-familie/#comments Sat, 21 Mar 2020 11:52:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/bewusstseins-werkstatt-familie/ Weiterlesen

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„Auf Regen folgt Sonne“, so lautet ein Sprichwort. In dieser außerordentlichen Zeit, in der wir alle aufgerufen sind, unseren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus zu leisten, haben wir uns auch im Rahmen unserer Bewusstseins- und Kreativwerkstatt darauf eingestellt. Eine bereits seit längerem vorbereitete Workshopreihe im Herbst werden wir inhaltlich ausweiten, um auch auf Situationen und Folgen eingehen zu können, die in der gerade stattfindenden Zeit der Quarantäne ihren Ursprung haben oder an die Oberfläche dringen.

Entscheidungen

Jeden Tag erschaffen wir unser Leben, wir treffen tausende Entscheidungen, was zieh ich an, wie trage ich die Haare, was gibts zum Frühstück? Wenn wir dann eine Familie haben, müssen wir nicht mehr nur Entscheidungen für uns selbst, sondern auch für unsere Kinder treffen, und das in einer Zeit, in der ein absolutes Überangebot an wirklich allem herrscht, und wir so viele Möglichkeiten haben wie nie zuvor. In vielen Bereichen sind wir überhaupt die erste Generation, die sich entscheiden muss. Möchte ich heiraten oder in einer Partnerschaft leben, mit einem Mann oder einer Frau, möchte ich studieren, möchte ich stillen, möchte ich eigene Kinder, möchte ich ein Kind adoptieren, möchte ich mich künstlich befruchten lassen, möchte ich mein Kind bekommen obwohl es behindert ist, möchte ich zu Hause bleiben oder gleich wieder arbeiten gehen, möchte mein Mann sich Elternzeit nehmen, möchte ich danach Teilzeit arbeiten oder vielleicht er, möchte ich meine Kinder in eine Krabbelstube geben oder erst in den Kindergarten, möchte ich sie zu Hause betreuen, möchte ich Alternativen wählen, Waldorf, Montessori oder freie Schule, möchte ich mit meinem Kind zum Pekip, Babyschwimmen, Yoga oder Englischunterricht? Was möchte ich? Was möchten wir? Was ist uns wichtig? Was sind unsere Werte und inneren Überzeugungen?

Viele Menschen können diese Fragen nicht beantworten, weil sie erschlagen werden von der Flut an Möglichkeiten und gut gemeinten Ratschlägen. Denn wo man früher die beste Freundin, die Mutter oder Tante um Rat gefragt hat, bekommt man heute ohne zu fragen Ratschläge und Tipps über Social Media, und um die Unsicherheit noch zu perfektionieren gibt es auf Amazon aktuell über 50.000 Erziehungsratgeber im Angebot. Und jeder einzelne hat die Lösung für unser Problem, ohne uns jemals begegnet zu sein. Dabei ist der einzig verlässliche Erziehungsratgeber unser Herz. Unsere Intuition kann uns leiten, doch wir haben verlernt auf sie zu hören, denn um mit unserer Intuition in Kontakt zu kommen, müssen wir mit uns selbst in Kontakt kommen. Das haben wir nur leider nie gelernt. Wir haben nur gelernt, uns anzupassen, nicht negativ aufzufallen, jedem zu gefallen, denn wir wollen geliebt werden.

Nun stehen wir also mitten im Leben, mit unserer Familie, die wir so sehr lieben, dass wir bloß keine falschen Entscheidungen treffen wollen, also treffen wir lieber gar keine, denn die Entscheidung für etwas ist auch immer die Entscheidung gegen etwas anderes, und das macht uns Angst. Wir können nicht arbeiten gehen und gleichzeitig zu Hause bei unserem Kind sein, wir können nicht bedürfnisorientiert und nach strikten Regeln gleichzeitig erziehen. Wir wissen nur leider viel zu selten, wie wir erziehen wollen, und wenn wir glauben es zu wissen, kommt ein neuer Trend daher, den uns perfekte Social-Media-Mütter belehrend ans Herz legen.

So strudeln wir unwillentlich durch unser Familienleben und werden immer unglücklicher, weil keine Entscheidung immer die schlechteste ist. Und das alles, obwohl wir die Antworten auf alle Fragen in uns tragen. Wir müssen nur wieder in Kontakt mit uns treten, wir müssen die Stimmen im Außen ausschalten, damit wir unsere innere Stimme wieder hören können. Wir müssen wieder an uns glauben, an unsere Kraft als Mutter, daran, dass uns die Fähigkeit geschenkt wurde, Kinder zu gebären und sie somit auch großzuziehen. Wir müssen alte Glaubenssätze auflösen, nach denen eine erfolgreiche Frau keine gute Mutter oder eine fürsorgliche Mutter keine Geschäftsfrau sein kann, nach denen wir uns emanzipieren müssen, damit wir gleichberechtigt sind oder eine aufopferungsvolle Rolle einnehmen damit es der Familie gut geht. Wir müssen die besten Entscheidungen für unsere Familie treffen, und wir müssen hinnehmen, dass wir manche davon im Nachhinein anders entschieden hätten.

Wir werden wachsen, an jeder einzelnen Entscheidung, und wir werden die Kraft unserer Intuition trainieren, wie wir einen Muskel trainieren. Wir werden Vorbilder sein. Wir werden ein verlässlicher Kompass sein, an dem unsere Kinder sich orientieren können, und wir werden Lehrer sein, denn wenn wir wissen, wie wir aus dem Herzen heraus Entscheidungen treffen, können wir dieses Wissen an unsere Kinder weitergeben. Wir können unseren Kindern all die Struggles, die wir mit Entscheidungen haben ersparen, in dem wir jetzt unser Leben in die Hand nehmen und aus unserem Herzen heraus klare, kraftvolle Entscheidungen treffen.

Laura Hainzl

Am 20. August 2017 bekam ich meine erste Panikattacke, völlig aus dem Nichts. Zumindest in meiner damaligen Wahrnehmung, heute weiß ich, dass ich alle vorigen Warnzeichen einfach übersehen hatte. Absichtlich.

Von einer Sekunde auf die andere war nichts mehr wie vorher. Ich war Mutter dreier Kinder und gefangen in einem riesigen schwarzen Loch. Es folgte ein langer Weg der Heilung, doch als ich als geheilt galt, fühlte ich mich noch immer nicht so. Mein Leben war ok, es war auszuhalten, aber es war weit weg von wirklich lebenswert.

In dieser Phase kam ich das erste Mal mit Meditation, Spiritualität, Achtsamkeit und Persönlichkeitsentwicklung in Berührung. Ich spürte sofort, dass das meine Rettung sein kann, und stürzte mich mit dem unbändigen Willen ein neues Leben zu erschaffen in diese Themen. Und sie retteten mich.

Ich erschuf ein Leben, das weit toller, erfüllender und lebenswerter ist, als ich es mir jemals hätte erträumen lassen, und wir erschufen gemeinsam als Familie ein Familienleben, für welches das gleiche gilt.

Ich wünsche mir, dass Familien auch ohne derart schmerzvolle Erfahrungen in ihre Kraft kommen, dass Mütter für sich selbst sorgen, um der Anker für ihre Familie sein zu können, dass Erziehung aus dem Innen kommen darf und Familien keine Bestätigung im Außen suchen, dass Mütter sich ihrer Werte und Erziehung wieder bewusst werden und starke, klare, intuitive Herzensentscheidungen für sich und ihre Familien treffen können, und ich wünsche mir, dass Kindern Spiritualität und Meditation nahe gebracht wird, dass ganze Familien gemeinsam meditieren und achtsame Momente bewusst erleben.

Wenn wir alle Familien zu einem liebevollen Ort machen, machen wir die Welt zu einem liebevollen Ort.

Wir bieten innovative Seminare, Workshops, Moderationen und Trainings sowie Onlinetrainings.

Sie haben Interesse? Dann senden Sie uns bitte Ihre Anfrage bitte an nkoller@aon.at. Wir erstellen gerne ein individuelles Angebot.

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Bewusstseins-Werkstatt: achtsam.glücklich.altern https://nataschakoller.chimpify.site/blog/bewusstseins-werkstatt-gluecklich-altern/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/bewusstseins-werkstatt-gluecklich-altern/#comments Fri, 20 Mar 2020 11:26:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/bewusstseins-werkstatt-gluecklich-altern/ Weiterlesen

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„Auf Regen folgt Sonne“, so lautet ein Sprichwort. In dieser außerordentlichen Zeit, in der wir alle aufgerufen sind, unseren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus zu leisten, haben wir uns auch im Rahmen unserer Bewusstseins- und Kreativwerkstatt darauf eingestellt. Eine bereits seit längerem vorbereitete Workshopreihe im Herbst werden wir inhaltlich ausweiten, um auch auf Situationen und Folgen eingehen zu können, die in der gerade stattfindenden Zeit der Quarantäne ihren Ursprung haben oder an die Oberfläche dringen.

achtsam.glücklich.altern

- alles ist in dir, du musst es nur entdecken -

Viele von uns hadern mit dem Älterwerden aus den unterschiedlichsten Gründen. Einige haben Angst nicht mehr „dazu zu gehören“, ihnen fehlt der Sinn nach der jahrzehntelangen Berufstätigkeit. Wieder andere kommen mit körperlichen Unzulänglichkeiten oder Einschränkungen nicht zurecht und resignieren aufgrund der nachlassenden Mobilität oder vermeintlicher Schönheit. Unsere Eltern werden womöglich pflegebedürftig und wir müssen die Rolle der Tochter oder des Sohns tauschen gegen die des Verantwortlichen. Müssen Entscheidungen treffen, die uns fordern oder sogar überfordern. Und wir haben eine immer weiter steigende Lebenserwartung – alle 10 Jahre kommen 2,5 Jahre hinzu.

Wäre es nicht schön, diesen Lebensabschnitt mit einer gewissen Leichtigkeit erfahren zu dürfen? Dies ist möglich und nur durch uns selbst steuerbar. Alles, was wir dazu brauchen ist bereits in uns. Wir dürfen es hervorholen und dem Alter und dem Altern den Grauschleier nehmen und uns ins bunte Leben wagen. Wir dürfen uns Momente der inneren Einkehr nehmen und uns fragen, was macht uns glücklich? Was haben wir als Kind gern gemacht? Richten wir den Fokus auf das, was uns wirklich Freude bereitet, können wir uns aufmachen neue Möglichkeiten zu erschaffen.

Wir können unsere Kreativität ausleben, eine Fremdsprache lernen, eine Reise planen, die wir schon immer machen wollten. Vielleicht können wir die Natur wieder für uns entdecken oder die Berge und das Meer.

Wir dürfen dankbar sein. Tiefe Dankbarkeit ist mächtig und kraftvoll und kann unser Leben in ganz neue Bahnen lenken. Dankbar für das, was ist, für die kleinen Dinge des Lebens.

Oft fokussieren wir uns auf das, was nicht da ist, was nicht gut „läuft“. Die Welt aus dem Mangel heraus zu betrachten, macht unglücklich und unfrei.

Wir dürfen achtsam sein. Achtsamkeit bedeutet, den derzeitigen Augenblick bewusst und urteilsfrei wahrnehmen und gleichmütig annehmen. Gedanken und Widerstände die auftauchen erkennen, aber nicht gegen diese arbeiten. Achtsamkeit steigert das Wohlbefinden und die Lebensqualität.

Wir dürfen die Vorteile des Alters erkennen. Endlich dürfen wir authentisch sein. Müssen niemandem mehr etwas beweisen, können die Angst ziehen lassen, was andere über uns denken.

Wir können mutig und offen sein für Neues, denn unsere Aufgaben wie beruflichen Ziele stecken, Familienplanung, Vereinbarkeit Job und Familie haben wir erledigt. Jetzt dürfen wir unser Leben frei und kreativ gestalten.

Wir dürfen groß träumen, auch im Alter. Es ist nie zu spät, mit der Erfüllung unserer Träume zu beginnen. Wir haben das nie gelernt, denn früher warnte man uns vor großen Träumen. Das mutete fast schon unverschämt an. Wir dürfen sie verinnerlichen, unsere Träume, und täglich an ihnen arbeiten, um sie in Erfüllung gehen zu lassen.

Wir dürfen durch unsere Gedanken unsere Umwelt formen. „Wir sind was wir denken“, sagt Buddha. Wir selbst sind für unser Glück verantwortlich, wir haben es in der Hand glücklich zu sein, weil Glück eine Entscheidung ist, die wir treffen können.

Wir dürfen uns frei machen von Glaubenssätzen, die unser Leben bestimmen. Wenn wir die Glaubenssätze erkennen und auflösen, beurteilen wir Dinge und Begebenheiten neu, bekommen einen neuen, erfrischenden Blickwinkel, Auch Glaubenssätze, die unsere Person betreffen, dürfen reflektiert werden. Viele Bilder über uns selbst sind uns oftmals „nur“ lange genug aufgezeigt worden, dass wir sie selber glauben.

Wir dürfen Vergebung üben. Vergeben, um frei zu sein, ist der Schlüssel zum Glück. Wir dürfen loslassen, um beide Hände frei zu haben für Neues. Dabei müssen wir dem anderen keine Absolution erteilen, aber dürfen das Geschehene gehen lassen.

Wenn wir uns selber wieder begegnen, wir uns wieder mit unserem Inneren verbinden, dann sind wir in der Lage, uns selbst wieder zu lieben, uns authentisch zu zeigen, und können erkennen, auf welche Frage wir die Antwort sein wollen, was unser innerer Auftrag ist, für den wir antreten.

Aus dem gestärkten ICH heraus lässt sich viel besser mit allen Herausforderungen des Alters umgehen. Wir können dem Leben einen tieferen Sinn geben, Verantwortung übernehmen, das Schöne erkennen.

Wir sind in der Lage wertschätzend und respektvoll mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt umzugehen, wenn wir mit uns selber auf diese Weise umgehen.

Lassen Sie uns das Positive sehen, die Fülle des Lebens wahrnehmen und die Reise in eine wunderbare Zukunft antreten.

Lassen Sie uns zusammenrücken in einer Welt, in der es mehr denn je auf Zusammenhalt, Fairness und Gemeinschaft ankommt.

Lassen Sie uns ein Bewusstsein schaffen für ein Miteinander, in dem jeder seine Platz hat.

Lassen Sie uns genau diese wunderbaren Seiten des Alters erkennen, um unser Leben und unsere Gesellschaft ein kleines Stück besser zu machen

Sabine Linser

Dipl. Mentaltrainerin i. A.

Als ich vor einigen Jahren das Buch „Das Café am Rande der Stadt“ von John Strelecky las, beschäftigte ich mich zum ersten Mal ersthaft mit meinem Zweck der Existenz. Ich bewunderte damals Menschen, die wussten was ihr „innerer Auftrag“ ist, wofür sie einstehen und was sie für einen Fußabdruck hier auf der Erde hinterlassen wollen.

Damit begann die Reise zu mir selbst. Ich spürte, dass es noch mehr gab, als das Leben das ich führte. Auf dieser Reise beschenkte mich das Universum mit zahlreichen Erfahrungen die mich viel über Loslassen, Trauer, Resilienz, Glück, Wertschätzung, Empathie und Miteinander erfahren ließen.Aus diesen Erfahrungen habe ich meine Berufung gefunden, habe der Wirtschaft den Rücken gekehrt und aus meiner Herzensangelegenheit einen Beruf gemacht.

Ich möchte Menschen 50+ mitnehmen auf die Reise in ein glückliches, achtsames Altern, ihnen zu einem ausgewogenen Inneren verhelfen, um den Herausforderungen dieses Lebensabschnittes mit Mut, Leichtigkeit, Authentizität und Wohlbefinden zu begegnen.

Wir bieten innovative Seminare, Workshops, Moderationen und Trainings sowie Onlinetrainings.

Sie haben Interesse? Dann senden Sie uns bitte Ihre Anfrage bitte an nkoller@aon.at. Wir erstellen gerne ein individuelles Angebot.

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Auf Regen folgt Sonne https://nataschakoller.chimpify.site/blog/auf-regen-folgt-sonne/ https://nataschakoller.chimpify.site/blog/auf-regen-folgt-sonne/#comments Fri, 20 Mar 2020 10:30:00 +0000 https://nataschakoller.chimpify.site/blog/auf-regen-folgt-sonne/ Weiterlesen

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In dieser außerordentlichen Zeit, in der wir alle aufgerufen sind, unseren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus zu leisten, haben wir uns auch im Rahmen unserer Bewusstseins- und Kreativwerkstatt darauf eingestellt. Eine bereits seit längerem vorbereitete Workshopreihe im Herbst werden wir inhaltlich ausweiten, um auch auf Situationen und Folgen eingehen zu können, die in der gerade stattfindenden Zeit der Quarantäne ihren Ursprung haben oder an die Oberfläche dringen. 

Lesen Sie mehr über die Veranstaltungen von Sabine Linser und Laura Hainzl in den jeweiligen Beiträgen.

Natascha Koller, Paarberaterin, Coach, Mediatorin und Mitbegründerin von Große Helden. Kleine Helden steigt zusätzlich vorübergehend auf "kontaktlose Sitzungen" um. Hier liegt sie ihre Beweggründe und Gedanken dar:

Liebe Socialmediafreunde,

in manchen Zeiten verschieben sich Perspektiven und Prioritäten – wie z. B. jetzt gerade inmitten einer weltweiten Krise. Nichts ist mehr so, wie es noch vor wenigen Tagen erschien. Wir finden uns in einer ganz neuen Wirklichkeit wieder, die uns alle angeht, uns berührt und auch betroffen macht. Wenn wir etwas anderes erwarten als das, was gerade ist, erleben wir diese Zeit als unerträglich.

Ja, wir haben alle Ängste und Sorgen, die wir auch ernst nehmen sollten, ohne sie zu beschwichtigen. Es gibt nur diese eine Wirklichkeit und gerade im Annehmen dieser, ob sie uns gefällt oder nicht, steckt aus meiner Sicht eine große Chance. Vielleicht auch (nur) dadurch, dass wir plötzlich Zeit haben, Zeit für die Familie, Zeit für die Partnerschaft, Zeit für uns selbst. Für mich persönlich ist gerade die Zeit das Kostbarste, das ich für mich selbst gewinnen konnte und wofür ich sehr dankbar bin. Auch die Umwelt kann sich für einen Moment lang ein wenig erholen. Sogar wer großen Wert auf Umweltschutz legt, wäre dafür wohl kaum je so weit gegangen, wie wir es jetzt müssen. Was wir jetzt erleben ist eben auch, uns selbst und der Natur ein wenig Zeit und Ruhe zu gönnen.

Vielleicht ergeben sich aus dieser Ausnahmesituation auch plötzlich ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten. Das Leben ist vielfältig, wenn wir es wagen, uns darauf einzulassen. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass auch ich wirtschaftlich davon betroffen bin und von heute auf morgen auf Einnahmen verzichten muss. Aber ich habe mich vorläufig damit abgefunden und stelle mich darauf ein, dass diese Zeit vielleicht noch länger andauern wird.

Seien wir einmal ehrlich, im Grunde lehrt uns das alles, dass es eben nur dieses Jetzt gibt und dass die scheinbare Sicherheit, ob im gesundheitlichen und auch wirtschaftlichen Bereich, egal wie groß die Errungenschaften darin auch sein mögen, einfach fragil ist. Es gibt nur das Jetzt, alles andere ist Illusion. Wie wir damit umgehen, bedeutet, dass wir uns darauf einlassen und uns in unserem Dasein erleben, ob wir uns nun mit der Situation abfinden oder uns dagegen wehren.

haende


Ich denke, viele Prioritäten haben sich plötzlich verändert und Probleme relativiert. In manchen Fällen aber bleiben Krisen und Probleme bestehen, die geklärt werden wollen. In diesem Fall begleite ich Sie gerne weiterhin. Wenn Sie aufgrund von Isolation oder existenziellen Fragen vermehrt unter Spannung stehen oder wenn Sie das eine oder andere Anliegen haben, biete ich gerne meine Unterstützung an. Obwohl ich Gespräche über sensible Themen mittels medialer Übertragung sehr kritisch sehe, führe ich angesichts der aktuellen Gesamtsituation vorübergehend Sitzungen via Telefon, Skype oder Google Hangout durch.

Fixe Telefontermine bitte per E-Mail an nkoller@aon.at oder telefonisch unter 0650 8771180 zwischen 9:00 und 9:30 Uhr vereinbaren.

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„Auf Regen folgt Sonne“, so lautet ein Sprichwort und so sehen meine Kolleginnen und ich die aktuelle Lage. Dennoch wird in vielen Bereichen kein Stein auf dem anderen bleiben und viele Dinge werden in Bewegung kommen. Daher werden wir im kommenden Herbst als Team Seminare anbieten, in denen es um Situationen und Probleme gehen wird, die jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie, entstehen.

Tatsache ist auch, dass nicht alle Menschen jetzt die Zeit haben, von der ich gerade schreibe. Und diesen Menschen gilt besonderer Dank und große Wertschätzung für ihr tägliches Tun in einer unsicheren Lage für Menschen wie Sie und mich. Danke!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute für diese herausfordernde Zeit, halten Sie durch und bleiben sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre

Natascha Koller

Die Praxiswerkstatt
Im Gusswerk I, Söllheimer Straße 16
5020 Salzburg
T.: +43 662 877118
E.: nkoller@aon.at
www.praxiswerkstatt.com

Übrigens:
Sie müssen nicht Facebook heißen, um Facebook zu lieben. Facebook als soziales Netzwerk ist mittlerweile ein wichtiger Teil der Kommunikationswelt geworden, obwohl wir keine Blicke sehen, keinen Gesichtsausdruck erleben und keine Rückschlüsse aus der Körpersprache ziehen können. Welch ein Verzicht! Trotzdem, wie wir Kommunikationsmedien nutzen, liegt in unseren Händen. Auch wir möchten Menschen erreichen: Auf Facebook werden die aktuellen Termine und News der Praxiswerkstatt veröffentlicht. Unser Angebot spricht Sie an? Dann freuen wir uns, wenn Sie den Gefällt-mir-Button klicken. Wir nutzen Facebook verantwortungsbewusst!
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